Löschfahrzeug ist noch immer nicht einsatzfähig

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Ringingens Kommandant Sebastian Jurrat (links) mit den Gewählten und dem Geehrten.
Ringingens Kommandant Sebastian Jurrat (links) mit den Gewählten und dem Geehrten. (Foto: SZ-: Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Einige Sorgen und Arbeit hat das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) der Ringinger Feuerwehr im vergangenen Jahr ausgelöst. Trotz mehrfacher Werkstattbesuche ist das MLF, Baujahr 2013, auch derzeit noch nicht wieder einsatzfähig, erfuhren die Besucher der Hauptversammlung am Samstagabend im Versammlungsraum des Gerätehauses.

Gesamtkommandant Matthias Remlinger verbreitete die Hoffnung, dass vermutlich bald irgendeine Entscheidung zu dem Fahrzeug fallen werde, das derzeit bei Iveco in Ulm steht. Von der Firma hat die Ringinger Feuerwehr momentan ein 28 Jahre altes Löschfahrzeug (LF 16) in Gebrauch. Im vergangenen Jahr nutzte die Wehr als Ersatz zeitweise ein anderes Löschfahrzeug, was zahlreiche zusätzliche Übungen auslöste, um im Ersatzfall das Fahrzeug und seine Ausstattung richtig bedienen zu können. Von den 26 Übungen hätten zwölf wegen des Ersatzfahrzeuges stattfinden müssen.

Zwölf Einsatz im vergangenen Jahr

Zwölf Einsätze gab es 2018, wobei fünf Brände und sieben technische Hilfeleistungen anfielen. Der Gesamtkommandant und auch Ringingens Ortsvorsteher Georg Mack dankten der neuen Wehrleitung mit den Aktiven für die auf sich genommene Zusatzarbeit. Abteilungskommandant Sebastian Jurrat hat mit seinen Stellvertretern Markus Völk und Felix Jurrat einen neuen Übungsplan ausgearbeitet, der am Samstag vorgestellt wurde. Um die Übungsabende zeitlich zu straffen und damit niemand untätig warten muss, werden die 33 Aktiven nun in drei Gruppen eingeteilt, die gleichmäßig mit Gruppenführer, Maschinisten und Atemschutzträgern bestückt sind, um gleichzeitig unterschiedliche Einsatzarten zu üben, die dann wochenweise für die Gruppen wechseln. Mitglieder sollten ein Fehlen rechtzeitig mitteilen, um das einplanen zu können, bat der Kommandant. Zum Grillfest soll ausgewertet werden, ob die Neuerung funktioniert.

Die Teilwahlen in der Hauptversammlung ergaben, dass mit der gleichen Mannschaft die Arbeit fortgeführt werden kann. Im Amt wurden Kassierer Manuel Ott, Schriftführer Moritz Stöferle und die Ausschussmitglieder Alexander Ott (Gerätewart) und Uwe Seifert bestätigt. Geehrt wurde für 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Anton Stöferle, der auch 24 Jahre lang im Gesamtausschuss mitwirkte. Zur Altersabteilung gehören zwölf Männer. Eine Ringingerin ist derzeit Mitglied in der Erbacher Jugendfeuerwehr.

Neue Kleidung für die Wehrleute

In den Rechenschaftsberichten wurde unter anderem an die Teilnahmen beim goldenen Leistungsabzeichen in Rißtissen, Leistungsmarsch in Oberstadion und die Absicherung der Sicherheitsrallye des UMC Ulm in Steinenfeld erinnert und bereits auf die nächste Sicherheitsrallye am Samstag, 16. März, wieder in Steinenfeld, hingewiesen. Die Ringinger Wehrleute haben sich mit neuen Polohemden und Pullovern ausgestattet. Die Schrottsammlung ist um zehn Tonnen gestiegen, allerdings werde am Container auch unrechtmäßig Müll abgelagert. Das Kassenjahr endete wegen der neuen Kleidung mit Mehrausgaben in Höhe von 1200 Euro, berichtete der Kassierer, wobei ein fünfstelliges Vermögen besteht. Gesamtkommandant Remlinger informierte, dass die Wehrleute Thomas Böllinger und Thomas Wresner eine Schulung zu Notfallseelsorgern mitgemacht haben und bei psychisch belastenden Einsätzen gerufen werden können. Er sicherte auch zu, dass das Ringinger Gerätehaus heuer mitVier-Meter-Funk ausgestattet wird.

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