Französisches Kulturerbe kunstvoll fotografiert und belebt

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Edith Doleschel von der vh Ulm und Musiker Ivan Antonic hatten Spaß mit der App und den Fotos.
Edith Doleschel von der vh Ulm und Musiker Ivan Antonic hatten Spaß mit der App und den Fotos. (Foto: Schneider)
Schwäbische Zeitung

Passend zum Semesterschwerpunkt „Frankreich“ präsentiert die Volkshochschule (vh) Ulm in der Stadtbücherei Erbach 35 Fototafeln mit zahlreichen architektonischen Höhepunkten des Landes. Bis zum 20. Februar ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. Das Bonbon obendrauf: Mit einer App kommt Leben in die Fotografien.

Eigentlich hätten die vier internationalen Fotografen Ishola Akpo (Benin), Edu Monteiro (Brasilien), David Schalliol (USA) und Lourdes Segade (Spanien) ausgereicht, um eine hochkarätige Ausstellung zu entwickeln. Diese sind in alle Himmelsrichtungen in Frankreich ausgeschwirrt, haben dann aber ihre Fotografien in vier thematischen Kapiteln regionsunabhängig zusammengefasst: Bögen, Schlösser, Museen und Metamorphosen. „Das spannende ist, dass jede Fototafel zwei Motive umfasst, die wie bei einem Diptychon in Zusammenhang zueinander stehen“, erklärt Kunsthistorikerin Marion Sziel in der Einführung. Der Triumphbogen auf der einen Seite korrespondiert mit den jungen Mädchen, die den Bogen beziehungsweise die Aussicht auf die Stadt lediglich für das grandiose Handyfoto gebrauchen.

Für den modernen Pep der Ausstellung „France eMotion“ sorgt zusätzlich eine App auf dem Handy. Edith Doleschel, Fachbereichsleiterin der vh für den südwestlichen Alb-Donau-Kreis, erläuterte den 35 Besuchern der Vernissage am Freitag, wie es geht: „App ‚France eMOTION‘ aufs Handy laden, öffnen und mit dem Handy direkt auf das Foto zeigen“. Und schon ertönt Zwitschern, Plätschern oder Glockenläuten, transparente Gespenster steigen aus Schlössern auf und kleine Figuren, eilen über Brücken oder von einen Bild ins andere. Im Chateau de Thoiry spielt der animierte Zeitreisende das Cembalo, während nebenan der große Elefant von Nantes nicht nur Touristen trägt, sondern mit seinem Rüssel Wasser in die Luft prustet, das sich im anderen Bildteil in Regen verwandelt.

Eingestimmt wurden die Besucher der Vernissage durch Ivan Antonic, Solomusiker und Dirigent des Akkordeon-Spielringes Erbach, der auf seinem Akkordeon französisches Flair herbeizauberte und durch Fatiha Janvier, die mit unvergleichlichem französischem Charme eine Geschichte über ihre Landsleute präsentierte. Und spätestens nach dem Gläschen Gascogne-Wein verspürten die meisten Besucher eine unbändige Lust, in Kürze das französische Nachbarland aufzusuchen.

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