Flott wie die Feuerwehr

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Ordentlich ins Zeug gelegt hat sich dieses Team.
Ordentlich ins Zeug gelegt hat sich dieses Team. (Foto: SZ- hog)
Friedrich Hog

Beim 15. Ersinger Schlauchbootrennen am Sonntag hat die örtliche Narrenzunft Wassergeister das optimale Wetterfenster getroffen. Zehn Mannschaften haben ihre jeweils sechsköpfigen Teams ins Rennen geschickt. Bierernst war der Wettbewerb nicht, es standen eher Geselligkeit und gegenseitiges Kennenlernen im Vordergrund. Dennoch haben die Veranstalter eine Top-ten-Liste ermittelt.

Entspannung, Badespaß und gutes Essen standen am Sonntag am Ersinger Baggersee im Mittelpunkt des Geschehens. Das Schlauchbootrennens fand dieses Mal nicht in Kooperation mit dem Feuerwehr-Förderverein Roter Hai statt, wird aber im kommenden Jahr wieder gemeinsam veranstaltet. Am Samstag musste bei Regen aufgebaut werden, rechtzeitig zu Beginn der Veranstaltung kam die Sonne durch. Die Mannschaften konnten ihre Probefahrten absolvieren, und es waren nach Angaben von Isabelle Kegel-Behning, Zunftmeisterin der Wassergeister, mehr Gäste gekommen als erwartet. Darüber freuten sich auch die Band Monkey Brain und und DJ Didi bei ihren Open-Air-Liveauftritten. Sie sorgten bei den Gästen für die richtige Partystimmung.

Gnädiger Wettergott

Auch am Sonntag war schon für den ökumenischen Gottesdienst im Grünen der Wettergott gnädig, und das Mittagessen mit Steaks vom Holzkohlegrill wurde von Hunderten von Gästen besucht. Die Ersinger Landfrauen waren wieder mit Köstlichkeiten zum Thema Kaffee und Kuchen mit von der Partie. Und dann kam ab dem frühen Nachmittag für zunächst runde zwei Stunden der Wettbewerb auf dem Baggersee hinzu.

Jeweils zwei Schlauchboote traten gegeneinander an. Besetzt waren sie mit sechs Paddlern. Ziel war es, möglichst rasch ans gegenüberliegende Ufer zu gelangen, dort den Tennisring mit der richtigen Farbe abzuholen und ihn schließlich am Ausgangspunkt an der dafür vorgesehenen Stelle zu hinterlegen. Siegeswillige Paddler mit Caller, die für den richtigen Rhythmus sorgten, trafen teilweise auf Freizeitkapitäne. Entsprechend unterschiedlich fielen die Zeiten aus.

Sekt statt Action

Insbesondere der angekündigte VIP-Lauf war von sehr unterschiedlich engagierten Mannschaften belegt. Die rührige Mannschaft von der Feuerwehr legte los wie die buchstäbliche Feuerwehr. Hingegen blieb das VIP-Narrenboot der Wassergeister mit Zunftmeisterin Isabelle Kegel-Behning nach wenigen Metern stehen. Und schon knallte auf dem Schlauchboot lautstark ein Sektkorken und die Gläser wurden gefüllt. Die Rückfahrt war kurz, der abgegebene Tennisring jedoch auf dem Boot bauseits vorhanden, und damit ungültig. „Wir sind aufgrund des Aufbaus so müde, dass wir lieber ein Gläschen getrunken haben“, meinte die Zunftmeisterin und verwies zudem auf den anstehenden Abbau. „Das kostet alles unheimlich viel Kraft“, ergänzte sie mit ihrem gewohnten Augenzwinkern.

Am Ende hatte nach der Pause in den Finals die Feuerwehr Jesingen die Nase vorne, gefolgt vom Team Rückwärts auf Platz zwei, der Feuerwehr Rommelshausen auf Rang drei, den Pirates of Urach auf Platz vier und den Hendscha auf dem fünften Rang. Der Wanderpokal ging somit von Vorjahressieger Bad Urach weiter nach Jesingen.

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