Erbacher bekommen Entwürfe für neue Dreifeldhalle präsentiert

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Die Verglasung der Halle war am Abend ein Thema.
Die Verglasung der Halle war am Abend ein Thema. (Foto: Drei Architekten)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Die Erbacher Bürger haben noch einige Tage die Gelegenheit, sich über den Turnhallenneubau zu informieren, der an der Donaustetterstraße geplant ist. In der Stadtbücherei sind die fünf Varianten für eine Dreifeldhalle ausgestellt, die dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Entwürfe, Modelle und jeweils ein kurzer Text sind ausgestellt.

Bis zur Gemeinderatssitzung am Montag, 29. April, können sich Interessierte in der Bücherei während der Öffnungszeiten informieren (wir berichteten). Eine öffentliche Infoveranstaltung fand am Montagabend statt, die von einem Dutzend Personen genutzt wurde. Kritische Anmerkungen einer Anwohnerin wurden dem Bürgermeister und der Bauamtsleiterin zur Berücksichtigung bei der Detailplanung mit auf den Weg gegeben.

Verglasung ist am Abend Thema

Bauamtsleiterin Sandra Dolderer stellte die Varianten nach und nach vor. Der nahe Abstand zur Wohnbebauung ließ bald Kritik aufkommen. Von nur zweieinhalb Metern war bei einer der fünf Varianten die Rede. Sandra Dolderer bat um Geduld, weil diejenige Planung, die von der Jury aus den fünf Beispielen ausgewählt wurde, erst zum Schluss vorgestellt werde und der Abstand dort größer ausfalle. Man müsse aber das städtische Gelände ausnutzen, weil auf der Ostseite eine Wiese in Privathand angrenzt.

Sandra Dolderer stellte in der Stadtbücherei Erbach die fünf Entwürfe zur neuen Dreifeldhalle an der Donaustetterstraße vor.
Sandra Dolderer stellte in der Stadtbücherei Erbach die fünf Entwürfe zur neuen Dreifeldhalle an der Donaustetterstraße vor. (Foto: SZ- Somm)

In der ausgewählten Variante ist eine Verglasung der Halle auf drei Seiten vorgesehen. Bürgermeister Achim Gaus entgegnete einer Anwohnerin, die vermutet, künftig durch „starkes Licht“ der Halle beeinträchtigt zu sein, dass auch der Jury dieser Umstand aufgefallen sei. Er sagte, dass die Installation eines zweiten sogenannten Lichtbandes im Dach eine Verglasung auf der Westseite ersetzen könnte.

In einem Punkt waren sich die kritische Anwohnerin und die Rathausvertreter einig: Die Einstrahlung der Abendsonne wäre sicher sowieso störend beim Sport. In einem der Pläne war es so vorgesehen, dass das Hallendach als Erweiterung des Pausenhofs zugänglich gemacht wird, was durch die Hanglage recht einfach möglich wäre.

Die Jury aber befürchtete, dass es zu Vandalismus an den Oberlichtern kommen könnte, weil das Dach öffentlich zugänglich wäre. Die Halle soll schließlich an 365 Tagen genutzt werden können. Ein Kühlungssystem sei vorgesehen. Die Heizung soll voraussichtlich an das vorhandene Heizungssystem der Schule angeschlossen werden. Optisch soll sich das Gebäude an die Mensa orientieren. Um für alle zugänglich zu sein, wird die Halle barrierefrei gebaut werden und bekommt einen Aufzug.

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