Erbach erhöht den Zuschuss für den Waldkindergarten

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Die Bauwägen des Waldkindergartens (hier beim Tag der offenen Tür) müssen für rund 23 000 Euro saniert werden.
Die Bauwägen des Waldkindergartens (hier beim Tag der offenen Tür) müssen für rund 23 000 Euro saniert werden. (Foto: archiv- pakl)

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Erbach hat sich dafür ausgesprochen, den kommunalen Zuschuss für den Waldkindergarten zu erhöhen und dies Förderung damit an die Unterstützung für anderen Träger, wie beispielsweise der Kirchen, anzupassen. Zudem befürworten die Ratsmitglieder eine Einmalzahlung in Höhe von 23 000 Euro. Mit diesem Geld sollen die Bauwägen der Einrichtung wieder in Schuss gebracht werden.

Der Waldkindergarten Erbach hat bei der Stadt Erbach Anfang Juni eine Erhöhung des Zuschusses der Betriebsausgaben von zehn auf mindestens 17 Prozent beantragt. Der Antrag wird dadurch begründet, dass von Seiten des Waldkindergartens weiter angestrebt wird, sämtliche Erzieherinnen analog dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zu vergüten. Aufgrund der Tariferhöhungen und Stufensteigerungen ab dem Jahr 2018 stehe der Waldkindergarten nun vor dem Problem, dass dieser den Eigenanteil von 27 Prozent nicht mehr dauerhaft finanzieren kann. Die tariflichen Anpassungen führen zu einer Steigerung der Personalkosten pro Jahr um rund 4000 Euro.

Der Ausschuss sprach sich für eine Erhöhung um 15 Prozent aus, damit liegt die Grundförderung bei insgesamt 78 Prozent und bewegt sich somit noch im Rahmen wie der Don Bosco Kindergarten in Dellmensingen oder der anderen. „Damit werden alle freien Träger ungefähr gleich berücksichtigt“, sagte Bürgermeister Achim Gaus. Der Waldkindergarten sei eine gute Ergänzung zum bestehenden Angebot, dennoch wolle man sicherlich keine „schleichende Vollfinanzierung.“ Eine Angleichung der Förderung im Hinblick auf die gestiegenen Kosten sei jedoch in Ordnung.

Bauwägen müssen dringend saniert werden

Die Bauwägen des Erbacher Waldkindergartens sind in die Jahre gekommen. Besonders die Heizung ist nicht mehr Zeitgemäß und gefährdet den Versicherungsschutz des Kindergartens. Deswegen muss dringend saniert werden. Der Hauptkostenpunkt entfällt auf die Neuanschaffung zweier Heizungsanlagen mit neuen Öfen und Edelstahlabzügen. Hinzu kommen Schraubfundamente und Bodenanker, um die Standsicherheit der beiden Bauwägen zu gewährleisten. Die Dachhaut des großen Bauwagens ist porös und nicht mehr dicht. Diese muss genauso erneuert werden wie beide Eingangstüren, die ebenfalls schadhaft sind. Im kleinen Bauwagen muss die giftige Mineralwolldämmung entfernt und der Innenraum erneuert werden. Abschließend muss der Waldkindergarten eine neue Komposttoilette anschaffen und benötigt hierfür eine geeignete Unterbringung, welche auch die erforderlichen Mülltonnen und die Waschgelegenheit beinhaltet.

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich nach einer Kostenschätzung des Waldkindergartens auf rund 23 000 Euro. Da der Verein eigenständig nicht über die finanziellen Rücklagen verfügt, stellte er den Antrag auf Kostenübernahme durch die Stadt Erbach. Die Einrichtung müsse den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen, deswegen führe kein Weg an den Arbeiten vorbei, „allerdings ist es auch nicht sinnvoll, die Rücklage des Kindergartens komplett aufzubrauchen“, so Achim Gaus. Da auch bei anderen freien Betreuungseinrichtungen Sanierungen mitfinanziert wurden, folgte der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte auch hier zu.

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