Eine Woche Spiel und Spaß bei der Ersinger Spielwoche

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Bei der Ersinger Spielwoche gab’s wieder viel zu erleben.
Bei der Ersinger Spielwoche gab’s wieder viel zu erleben. (Foto: sz- mapp)

Wer mit den Namen Timon und Pumba etwas anfangen kann, der weiß auch, was es mit der Lebenseinstellung „Hakuna Matata“ auf sich hat. Das sorgenfreie und problemlose Leben wird im Disneyklassiker „Der König der Löwen“ zelebriert und diente auch als diesjähriges Motto der Ersinger Spielwoche. Mit „Hakuna Matata – Willkommen im Affenzirkus“ begrüßten die 19 jungen Betreuer die Kinder letzten Montag im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Ersingen. Eine spannende und abwechslungsreiche Woche stand den Kindern bei der Ankunft bevor, erzählte Pfarrer Gunther Wruck am Freitagabend beim Sandmännchengottesdienst im Freien vor dem Gemeindehaus.

Die Woche begann mit der Einteilung der Gruppen, die immer einem Tier zugeteilt waren. Jede der acht Gruppen konnte man anhand ihrer farbigen Mützen erkennen, die passend zum Gruppennamen gestaltet wurden. So hatten beispielsweise die frechen Papageien einen Schnabel und Federn an ihrer Mütze kleben. Danach wartete das Geländespiel in und um das Gemeindehaus auf die kleinen wilden Tierkinder. Es mussten Bäume im Garten gezählt und auf Kuscheltiersuche gegangen werden. Zum Abschluss des ersten Tages gab es ein großes „1-2-oder 3“-Spiel mit anschließender Wasserschlacht und Eis für alle. „Die Abkühlung war noch in keinem Jahr so notwendig wie in diesem“, stellte Vanessa Weishaupt rückblickend fest. Als Spielwochenleiterin zusammen mit Jenny Ritlewski hatte sie alle Hände voll zu tun, damit alles reibungslos klappte.

Am zweiten Tag wird traditionell die Dorfrallye in Angriff genommen und ganz Ersingen unsicher gemacht. Der komplette „Affenzirkus“ durfte sich auf zehn unterschiedliche Stationen mit Quizfragen, Geschicklichkeitsaufgaben oder solchen, die nur im Team gelöst werden konnten, freuen. Die Stationen „Tiergeräusche erraten“, die Suche im Wimmelbild oder auch „Schleichtiere merken“ forderten vor allem die akustischen und optischen Wahrnehmung. Wobei beim Gruppenkran oder Apfelfischen die Geschicklichkeit und Koordination im Vordergrund stand.

Der Ausflug am Mittwoch führte die Spielwochenkinder zum Augsburger Zoo, in dem genau in die Gehege geschaut werden musste. Unter dem Zoo-Quiz versteckten sich unter anderem Fragen über die Anzahl der Ohren im Elefantengehege oder die Länge der längsten Schlange. Das Highlight an diesem Tag war allerdings die Robbenfütterung, die alle begeistert mitverfolgten. Basteln und Werken ganz im Namen des Mottos stand am Donnerstag auf dem Programm. Tiermasken aus Papptellern, Aquarien aus Schuhkartons oder selbstgebaute Tic-Tac-Toe-Spiele waren nur ein Bruchteil der Angebote. Die Fotobox mit Tierverkleidungen wurde von vielen gerne genutzt.

Am Freitag kamen die Kinder erst nachmittags, um die Zelte im Gemeindegarten aufzubauen, zu grillen und die letzten Vorbereitungen für den Sandmännchengottesdienst zu treffen. Jede Gruppe war für einen Programmpunkt verantwortlich. Die Jüngsten zeigten einen Tanz zum Lied „Willst du eine Banane?“ mit ihren selbstgebastelten Tiermasken. Pfarrer Wruck bekam zu seinem 15-jährigen Jubiläum in der Spielwoche einen Bilderrahmen mit den lustigen Fotos der Fotobox. Nach dem Gottesdienst hieß es Abschied nehmen von den Eltern, denn eine gruselige Nachtwanderung oder der Wolfspfad erwartete die Kinder vor der Übernachtung mit wahrscheinlich wenig Schlaf.

Nächstes Jahr ist es dann so weit: Die Spielwoche gibt es dann schon ein Vierteljahrhundert. Was dafür geplant ist, sei noch unklar. „Doch bei so einer Fülle an Kreativität bei den Betreuern mache ich mir da keine Sorgen“, sagte Pfarrer Wruck zuversicht.

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