Bei der Dorfhockete fließen die Getränke in Strömen

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Auch di e fleißígen Helfer mussten sich ab und zu mit einem Kühlen Getränk erfrischen
Auch di e fleißígen Helfer mussten sich ab und zu mit einem Kühlen Getränk erfrischen (Foto: sz- Barbara Körner)
Barbara Körner

Waren noch tagsüber die Blicke der Verantwortlichen immer wieder skeptisch zum Himmel gegangen, konnte später ganz Oberdischingen entspannt die 39 Dorfhockete an einem wunderschönen lauen Sommerabend genießen.

Alle Hände voll zu tun hatten die Fußballer am Getränkeausschank, Bier, Radler, Sprudel – die Nachfrage nach kalten alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken war enorm. Rund 400 Liter würden es mit dem Ausschank an der Pilsbar wohl sein, die durch die Kehlen der durstigen Oberdischinger fließen, sagten die acht Fußballer, die in der ersten Schicht Dienst hatten. Um den Andrang an der Kasse in Grenzen zu halten, hatten die Fußballer 20 Euro-Karten für Getränke vorbereitet, die man abarbeiten konnte. Die zweite Schicht stärkte sich bis zu ihrem Einsatz um 20 Uhr noch in Ruhe mit einem Radler und mit Gyroswecken.

Die Turner des SVO sorgten mit deftigen Speisen für eine gute Grundlage. Da zog der Duft von würzigem Gyros über den Kanzeleihof, Rote Würste und Currywürste brutzelten auf dem Grill, Tintenfischringe gab es und natürlich Pommes satt. Später lud die Weinlaube der Tennisspieler zu einem guten Viertele ein. Für die richtige Musik sorgten Paddy an the Rocking Rebels mit 50er- und 60er-Rock'n’Roll und später auch mit neuerem Rockabilly-Sound.

Die jüngsten Festbesucher hatten jede Menge Spaß in der aufblasbaren Hüpfburg und mit den Fahrzeugen des feuerroten Spielmobils, Die Kistenrutsche war für die ganz Kleinen der absolute Höhepunkt der Dorfhockete, vor Vergnügen kreischend ging die Fahrt nach unten. Torwandschießen war dann eher ein Spaß für etwas Größere und ganz Große.

Dünner als sonst bestückt war der Flohmarkt, der seit vielen Jahren zur Dorfhockete gehört. Vielen Händlern war es wohl einfach zu heiß. Wie immer dabei waren aber Frank und Melanie Schick vor ihrem Haus in der Herrengasse. „Die alten Zinkwannen, Emaille-Kannen und Wasserschöpfer, wie sie früher über jedem Küchenherd hingen, habe ich in Südfrankreich aufgekauft“, erzählte Schick. Noch heute ein Schmuckstück für jede Küche wäre der Satz Vorratsdosen aus grüngesprenkelter Emaille. Die Funktion des riesigen Wäschestampfers aus Großmutters Waschküche erkannten dagegen nur ältere Besucher. Die alten Fensterrahmen stammten direkt aus dem Haus Herrengasse 24 aus der Zeit vor der Sanierung. Freundin Patrizia Haselhofer hatte auf dem Flohmarkt eine Luftgitarre erstanden und spielte für die Schätze von Familie Schick damit ein Ständchen.

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