Arbeiten für die Querspange gehen weiter

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Ab Mittwoch werden die Arbeiten für die neuen Brücken wieder aufgenommen.
Ab Mittwoch werden die Arbeiten für die neuen Brücken wieder aufgenommen. (Foto: meni)
Schwäbische Zeitung

Die Bauarbeiten an der Querspange zur B30 bei Erbach gehen weiter: Wie das Regierungspräsidium Tübingen (RP) mitteilt, werden ab Mittwoch, 1. Juli, die Vorarbeiten für den Bau der beiden etwa 115 Meter langen Spannbetonbrücken über die Donau und den Donaukanal beginnen. Dem Brückenbau kommt bei der Querspange insgesamt eine Schlüsselrolle zu.

Insgesamt 13 Brücken geplant

Mit der nahezu fertig gestellten Brücke über die Bahnlinie Ulm – Friedrichshafen wurde nach etwa einem Jahr Bauzeit bereits ein erstes großes Hindernis überwunden. Die nun anstehenden Brückenbauarbeiten über Donau und Donaukanal sind ein weiterer Meilenstein, ebenso die noch folgenden Querungen über die Gewässer Rot und Westernach. In der Spitze werden 2021 voraussichtlich acht der insgesamt 13 Brücken in unterschiedlichen Baustadien gleichzeitig angedient. Das Vorgehen für den jetzt anstehenden Brückenbau skizziert das RP wie folgt: Zunächst werden die Baufelder für die Widerlager östlich des Donaukanals und anschließend westlich der Donau durch die Einrichtung von Baustraßen erschlossen. Ein Widerlager trägt das Ende des Brückenüberbaus und leitet die senkrechten und horizontalen Kräfte aus dem Brückenüberbau in den Baugrund ab. Zusätzlich sichert es den Erddamm im Übergangsbereich zum Brückenüberbau durch Aufnahme der Erddruckkräfte.

Auch eine Stahlhilfsbrücke wird benötigt

Nachdem die Baustraße für die Brücke über den Donaukanal errichtet ist, wird mit der Herstellung der bis zu 20 Meter langen Bohrpfähle zur Gründung des ersten Widerlagers begonnen.

Gleichzeitig wird der Bau einer Stahlhilfsbrücke über den Donaukanal im Herbst 2020 vorbereitet. Sie wird für den Bau der Widerlager zwischen Donau und Donaukanal sowie für den dazwischenliegenden sechs Meter hohen und 80 Meter langen Straßendamm benötigt. Die Erschließung der weiteren Baufelder erfolgt überwiegend über die spätere Trasse der B 311. Damit können Eingriffe in Natur und Landschaft, aber auch ins Feldwegenetz minimiert werden, so das RP in einer Mitteilung.

Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro

Der Auftrag für die Donau- und Donaukanalbrücke inklusive des Straßendammes und der benötigten Provisorien wurde im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens im April 2020 an die Firma Stark aus Aalen vergeben. Die Fertigstellung der Bauwerke ist für Herbst 2022 geplant. Die Kosten in Höhe von circa 12 Millionen Euro werden vom Bund getragen.

Parallel zu den jetzt anlaufenden Brückenbauarbeiten werden bereits die Ausschreibungen für die Brücken über die Westernach und im Zuge des Westernachweges vorbereitet.

Gleichzeitig werden die Planungen für den Straßenbau und für die verbleibenden Brücken weiter mit Nachdruck vorangetrieben. Aufgrund von coronabedingten Erschwernissen im Planungsbereich, der äußerst komplexen Baustellenlogistik und den besonderen Anforderungen an eine mittelstandsfreundliche Ausgestaltung der Ausschreibungen werden die Straßenbauarbeiten erst im Jahr 2023 erfolgen. Mit einer Verkehrsfreigabe ist dann im Herbst 2024 zu rechnen.

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