Akkordeonorchester besucht Harmonikamuseum

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Der Akkordeonspielring besuchte heuer die Akkordeonstadt Trossingen und das dortige Harmonikamuseum.
Der Akkordeonspielring besuchte heuer die Akkordeonstadt Trossingen und das dortige Harmonikamuseum. (Foto: sz- pakl)

Die Mitglieder des Akkordeonspielrings Erbach haben bei ihrem diesjährigen Jahresausflug die Geburtsstätte ihrer Musikinstrumente besucht. Mit dem Bus ging es zum Harmonikamuseum nach Trossingen.

Nach rund zwei Stunden Busfahrt erreichte der Akkordeonspielring am Wochenende die Musikstadt Trossingen. Das Ziel dort war das Harmonikamuseum. Hier konnten die Teilnehmer viele Einzelheiten über die Entstehung und Herstellung ihrer Musikinstrumente erfahren. Ganz traditionell wurden die 33 Teilnehmer an diesem Morgen mit der „Trossinger-Morgensupp“ empfangen. Diese Spezialität gibt es in Trossingen immer bei größeren Festen und Veranstaltungen. Das Rezept für die „Morgensupp“ ist einfach, sie besteht aus zwei Stück Hefekranz und einem Glas trockenem Wein.

Museumsleiter Martin Häffner empfing seine Gäste mit einer kleinen musikalischen Überraschung. Er hatte eine CD mit Akkordeonmusik aufgelegt, welche beim Kirchenkonzert des Akkordeonspielrings am 10. Juni in der Schlosskirche St. Martinus in Erbach aufgenommen worden war und ihm von einem der Ausflügler heimlich zugespielt worden war.

Häffner führte dann mit einem Mitarbeiter die Erbacher Musiker in zwei Gruppen durch das Museum. Dabei konnten auch der Vereinsvorsitzende Markus Kunze und Orchesterleiter Ivan Antonic durch viele Details noch etwas über die geschichtliche Entwicklung der von der Firma Hohner hergestellten und in der ganzen Welt bekannten Instrumente Mundharmonika und Akkordeon lernen. Alle Teilnehmer fanden die theoretischen Informationen und praktischen Vorführungen sehr interessant. Die neue Dauerausstellung, auf rund 600 Quadratmetern kann als das Herzstück des Museums bezeichnet werden. Sie bietet einen umfassenden Überblick zu 200 Jahren Harmonikageschichte. Einschlägige Exponate dokumentieren die Harmonikaindustrie in den bewegten Jahren sowie im letzten Jahrzehnt der großen Blüte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem Restaurant in Trossingen starteten die Ausflügler mit dem Martin Häffner, nun in seiner Funktion als jetzt Stadtarchivar, zu einer Stadtführung in Trossingen. Hauptsächlich wurden hier die noch bestehenden Gebäude sowie die inzwischen im Laufe der Jahre renovierten Teile der Hohner-Fabrik und die Familienhäuser der Firmenleitung angeschaut. Auch hier gab es immer wieder interessante Details über die Trossinger Geschichte und deren Verbindung zur Produktion der Musikinstrumente.

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