Änderungen der Querspangenplanung sorgen für Ärger

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Stadtbaumeisterin Sandra Dolderer (r.) und Landschaftsplanerin Maria Kurasch erläuterten die Friedhofsgestaltung.
Stadtbaumeisterin Sandra Dolderer (r.) und Landschaftsplanerin Maria Kurasch erläuterten die Friedhofsgestaltung. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Bedenken gegen eine vom Regierungspräsidium vorgelegte Planänderung beim Bau der B311-Querspange haben den Ortschaftsrat Donaurieden am Mittwoch zu einer einstimmig gefassten Stellungnahme veranlasst. Speziell die Lagerung von südlich der Bundesstraße anfallendem Aushub auf der Nordseite stößt auf Widerstand.

„Wenn ich 11,8 Hektar vergessen hätte, würde ich den Job als Planer aufgeben“, äußert sich Ortschaftsrat Tobias Schwetlik zum Eingeständnis der Behörde, beim Planfeststellungsbeschluss von 2011 zum Bau notwendige Flächen nicht eingeplant zu haben. Die sich daraus ergebenden Änderungen umfassen die Wiederaufnahme von im ursprünglichen Plan nicht eingearbeiteten Baustreifen und die Anlage zusätzlicher Baustreifen im Bereich einiger Bauwerke. Eine weitere Änderung betrifft die Errichtung von Oberbodenzwischenlagerflächen.

Die von Ortsvorsteher Werner-Josef Ströbele vorbereitete und bei der Ratssitzung um einige Punkte ergänzte Stellungnahme kritisiert vorrangig die bei Bodenlagerung nördlich der Bundesstraße zu befürchtende Verkehrsbehinderung durch querende Baustellenfahrzeuge. „Hier muss unbedingt eine günstigere Fläche für die Bodenlagerung gefunden werden“, stellt die Bürgervertretung fest. Zusätzlich setzt sie sich dafür ein, den Oberboden zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Flächen im Ort zu belassen. Für Flächenentzug während der Bauzeit, Bodenverdichtung und Zerstörung der Diversität des Oberbodens soll Landwirten Ausgleich gezahlt werden. „Die Donaubrücke muss für Baumaschinen tabu sein“, lautet eine weitere Forderung. Baustellenverkehr im Dorf wird abgelehnt.

Eine nicht öffentliche Beratung ging der Erörterung der von Landschaftsplanerin Maria Kurasch vorgelegten Friedhofsgestaltung voraus. Diese sieht eine halbkreisförmige Anordnung von Gemeinschaftsurnengräbern vor. Nicht im Ort wohnende Hinterbliebene würden ein solches Angebot wünschen, sagte Kurasch. Auch eine Bestattung unter Bäumen wäre möglich. Rasengräber seien bisher nur in Dellmensingen nachgefragt, berichtete Erbachs Stadtbaumeisterin Sandra Dolderer. Mit 5 zu 2 Stimmen folgte der Rat dem Antrag eines Mitglieds auf Rückstellung der Entscheidung.

Ortsvorsteher Ströbele beklagte die Verschlechterung der Busverbindungen in Donaurieden. Vergeblich habe eine Frau an einem Wochenende auf einen im gedruckten Fahrplan ausgewiesenen Bus gewartet. Man könne sich nur auf das verlassen, was im Internet stehe.

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