Witzige Dialoge und skurrile Szenen zur Premiere

Lesedauer: 4 Min
Zur Premiere des Theaterstücks in Emerkingen kamen am Samstagabend rund 300 Zuschauer.
Zur Premiere des Theaterstücks in Emerkingen kamen am Samstagabend rund 300 Zuschauer. (Foto: SZ- Karl-Heinz Burghart)
Schwäbische Zeitung
Karl-Heinz Burghart

Rund 300 Theaterbesucher haben am Samstagabend bei der Premiere des diesjährigen Stücks der Theatergruppe Emerkingen in der Römerhalle einen grandiosen Theaterabend erlebt. Gemeinsam mit seinen Hobbyschauspielern brachte Regisseur Roland Röller das Stück „Der Tod im Birnbaum“ des Ulmer Autoren Manfred Eichhorn auf die Bühne.

Auch wenn der Titel eher auf eine Tragödie schließen ließ, entpuppte sich die Inszenierung als heiteres Mundartstück. Einerseits mit witzigen Dialogen und skurrilen Szenen, andererseits aber auch nachdenklich, tiefgründig und mit kleinen Blicken in die menschlichen Abgründe. In intensiven Proben hatte Regisseur Röller seine Schauspieler bis in die kleinsten Details wieder auf ihre Rollen eingestellt und ein paar „werbliche Pointen“ eingebaut. Auch das vom schwäbischen Dorf in den Himmel und wieder zurück wechselnde Bühnenbild und nicht zuletzt die schwäbischen Wortwechsel machten den „Tod im Birnbaum“ zu einem amüsanten, kurzweiligen Theaterabend, für den sich das Premierenpublikum mit Zwischenbeifall, heftigen Lachern und einem langen Schlussapplaus bedankte.

Bereits am Freitag erlebten rund hundert Kinder und Jugendliche während der Hauptprobe, wie der Tod überlistet wird, und am Sonntagnachmittag kamen rund 200 Senioren aus der Region in die Römerhalle.

Wie immer begrüßte der Theaternachwuchs die Gäste, diesmal mit einem Song über „irdische Heilige“, dann rettete Gottlieb Scheifele (gespielt von Manfred Lang) einer Fee (Anna Lang) das Leben und hatte drei Wünsche frei. Seine Frau Anna (Silke Benkendorf) und Tochter Liesel (Lea Röller) halten ihn für verrückt, weil er sich wünscht, dass niemand ohne seine Erlaubnis vom Birnbaum in Scheiffeles Garten herabsteigen darf. Als Gottlieb krank wird und der Tod (Albert Rieger) ums Haus schleicht, gelingt es den Scheiffeles den Sensenmann in den Birnbaum zu locken. Und der stand tatsächlich in der Römerhalle. Weil der Tod dort festsitzt, wird auf der Erde nicht mehr gestorben. Darüber sind Himmel und Hölle nicht erfreut. Um das „Nachschubproblem“ zu lösen, kommt es zu einem Treffen zwischen „Unten und Oben“. Petrus (Klaus Weiher), das Hergöttle von Biberach (Carmen Roth), Dr. Faust (Andreas Müller) und Justizia (Yvonne Kopp) treffen sich mit Luzifer (Martin Baumann) und Frau Hölle (Ilona Röller). Gemeinsam beauftragen sie den Heiligen Antonius (Charly Gretzinger), den alle nur „Schlamperdone“ nennen, den Tod wieder zu finden.

Ob ihm das gelingt, ob es der Tod schafft aus dem Birnbaum zu klettern und welche Rolle Michel (Sebastian Lang), Baschde (Matthias Roth) und s’Fritzle (Finja Rieger und Franzi Hauler) in der Geschichte spielen, sind Fragen, die die Theatergruppe Emerkingen bei ihren weiteren Aufführungen in der Römerhalle beantworten wird.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen