„Weiße Flecken“ in Emerkingen sollen weichen

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Die grünen Punkte zeigen die unterversorgten Anschlüsse, „weiße Flecken“ genannt, im südwestlichen Bereich von Emerkingen.
Die grünen Punkte zeigen die unterversorgten Anschlüsse, „weiße Flecken“ genannt, im südwestlichen Bereich von Emerkingen. (Foto: Hog)
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Der Gemeinderat realisiert nach einem in seiner Sitzung am Montag getroffenen Beschluss den weiteren Internetausbau. Für die im Rahmen der Markterkundung durch den Kommunalen Pakt zum Netzausbau (KommPaktNet) festgestellten „Weißen Flecken“ werden Glasfaseranschlüsse bis zur Kellerinnenseite hergestellt. Eigenanteile von den Grundstückseigentümern werden nicht erhoben. Bei Grundstücken entlang der Trasse, die aktuell ausreichend versorgt sind, werden auf öffentlichem Grund die Hausanschlüsse vorbereitet.

Der Sitzung war im November ein Clustergespräch im Landratsamt vorausgegangen. Bürgermeister Paul Burger berichtete hiervon und stellte klar, dass der in der strategischen Ausbauplanung für die Gemeinden im Kreis vorgesehene Ausbau des Backbone-Netzes mit den pro Kommune erforderlichen Übergabepunkten sowie die innerörtlichen Verteilnetze für Emerkingen abgeschlossen sind.

Anhand einer Kartenübersicht, die die von den einzelnen Telekommunikationsunternehmen zurückgemeldete Versorgungslage darstellt, erläuterte Burger, wo in Emerkingen derzeit „weiße Flecken“ sind. Als solche werden Anschlüsse bezeichnet, bei denen eine Versorgung mit 30 Mbit pro Sekunde nicht zur Verfügung steht, in der Übersicht grün dargestellt. Problematisch sind Fälle, in denen Eigentümer derzeit geringere Surfgeschwindigkeiten auslesen, als die Markterkundung ausweist. Frank Pflug wies anhand eigener Erfahrung auf diesen Punkt hin. Insoweit empfahl Burger die Ergebnisse der Erkundung anzuerkennen, da sie die Situation erfasse, wie sie in drei Jahren sein soll. „Die Gemeinde arbeitet auf die Förderung des Endausbaus bezüglich der weißen Flecken hin“, so Burger. Die künftige Trassenführung wurde dahingehend festgelegt, dass der zentrale Verteilerkasten am Rathaus angefahren werden kann und die unterversorgten Anschlüsse im Bereich des Baugebiets Stützen IV sowie der Aussiedlerhof in der Hundersinger Straße.

„Ziel des Breitbandausbaus ist es“, so Burger, „langfristig eine komplett zusammenhängende innerörtliche FTTB-Infrastruktur aufzubauen“. Nach aktueller Lage sei, so der Schultes, mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent zu rechnen, 50 Prozent vom Bund, weitere 40 Prozent vom Land. Aufgrund des Beschlusses beauftragt Bürgermeister Burger umgehend KommPaktNet mit der Beantragung der Fördermittel.

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