Talent-Parade bei den Musikertagen

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 Blicken auf die Musikertage voraus: (v. l.) Beisitzer Markus Pfeifer, Schatzmeisterin Daniela Fiderer, Trompeterin Anna Maria F
Blicken auf die Musikertage voraus: (v. l.) Beisitzer Markus Pfeifer, Schatzmeisterin Daniela Fiderer, Trompeterin Anna Maria Frankenhauser, Schriftführer Marcel Missel und Vorsitzender Peter Pflug vom Musikverein Emerkingen. (Foto: SZ- hog)
Friedrich Hog

Die Musikertage Emerkingen gehen vom 19. bis 23. Juni über die Bühne. Den Abschluss bildet am Sonntag, 23. Juni, die Talent-Parade, die die Musikkapelle Emerkingen in Zusammenarbeit mit der Berg Brauerei konzipiert hat und heuer zum zweiten Mal austragen wird. Um den ersten Platz und damit 700 Euro zuzüglich eines Wanderpokals in Form eines Fünf-Liter-Steinkrugs musizieren und kämpfen der Musikverein Attenweiler, der Musikverein Wilsingen und der Musikverein „Frohsinn“ Reutlingendorf.

Die Idee zu der Talent-Parade ist gerade einmal zwei Jahre alt. Aus der Mitte der Musikkapelle Emerkingen war der Vorschlag gekommen, bei den jährlich stattfindenden Musikertage mehrere Kapellen zu einem Wettstreit einzuladen. Die Berg Brauerei als Kooperationspartner der Kapelle war vom Konzept begeistert und unterstützte im vergangenen Jahr die Erstauflage. Von vier eingeladenen Kapellen hatte damals Harmonia Allmendingen die Nase vorn.

Auf die Frage, was ein musikalischer Wettbewerb mit einer Brauerei zu tun habe, antwortete Peter Pflug, Vorsitzender der Musikkapelle Emerkingen: „Zur Blasmusik gehört ein gutes Bier. Unser Austragungsort für die Musik heißt ja auch Bierzelt. Daher lag es nahe, der Berg Brauerei das Konzept vorzustellen, von der wir ohnehin unser Bier beziehen, mit dem Ziel einer gemeinsamen Ausrichtung der Talent-Parade.“

Die Brauerei war dem Verein bereits insoweit behilflich, als sie alle Vereine angeschrieben hat, die von ihr Bier für ihre Anlässe beziehen. Wie im Vorjahr wurden aus den Rückantworten jene Kapellen, die tatsächlich eingeladen wurden, per Los bestimmt (die SZ berichtete).

Spezialeffekte

Wie bei der Erstauflage darf das Publikum von den drei Kapellen mehr erwarten, als bei einem üblichen Auftritt. „Spezielle Effekte steigern den Unterhaltungswert, so haben die Vorjahressieger im dunklen Festzelt rund 20 ihrer Musiker mit Dudelsäcken und Fackeln ins Zelt einlaufen lassen, der Dirigent agierte aus der Mitte des Publikums heraus,“ verrät Pflug. Eine andere Kapelle habe bei „Trara es brennt“ sich in Feuerwehruniformen präsentiert und gespritzt. Und „die Fischerin vom Bodensee“ sei mit einem Einmarsch mit Schlauchboot auf große Fahrt geschickt worden. „Es dürfen beim Wettbewerb auch Soli erwartet werden, der Bergemer Musikverein Grötzingen hatte letztes Jahr ein Alphorn erklingen lassen. Das Zelt war brechend voll“, so Pflug weiter.

Die Talent-Parade beginnt am Sonntag, 17 Uhr, mit den Musikkapellen Attenweiler, „Frohsinn“ Reutlingendorf und Wilsingen. Moderator wird Stefan Reisacher sein, Frontmann der Band Pomm Fritz. Zu Beginn der Auftritte wird jeweils ein Zehn-Liter-Fass Bergbier angestochen. Die Jury besteht aus Heinz Seiffert, dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Landrat, Reiner Mäder, dem Dirigenten der letztjährigen Siegerkapelle aus Allmendingen, sowie Oliver Doneck, dem Dirigenten der Musikkapelle Emerkingen. In die Bewertung fließen der musikalische Gesamteindruck ein sowie die Kriterien Repertoire, Einbezug des Publikums, Showeinlagen und Stimmung. Zu 50 Prozent zählt auch die Wertung des Publikums, das gegen 20.15 Uhr Stimmzettel erhält und diese um 21 Uhr ausgefüllt abgeben soll. Ulrich Zimmermann von der Berg Brauerei nimmt dann die Siegerehrung vor und händigt der beliebtesten Kapelle neben dem Wanderpokal 700 Euro aus, die beiden anderen Bands erhalten jeweils 500 Euro.

Zuvor gibt’s am Sonntag, 23. Juni, um 9 Uhr den Zeltgottesdienst, um 10.30 Uhr spielt Peter Schad mit seinen Oberschwäbischen Dorfmusikanten. Und um 14.30 Uhr gestaltet die Musikkapelle Pflummern die Nachmittagsunterhaltung.

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