MV Emerkingen spielt sein Jahreskonzert

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MV Emerkingen spielt sein Jahreskonzert (Foto: khb)
Schwäbische Zeitung

Mehr als 300 Zuhörer sind am Samstagabend in die Emerkinger Römerhalle gekommen, um „Die Macht des Feuers“ zu erleben. Diesen Titel hat die Musikkapelle Emerkingen ihrem traditionellen Jahreskonzert gegeben. In vielen Proben hatte Dirigent Gerhard Schlecker mit der Jugendkapelle und dem aktiven Orchester ein abwechslungsreiches Programm rund um das Element Feuer einstudiert.

Mit brennenden Kerzen, Feuerschalen, in denen künstliche Flammen loderten, Lagerfeuern und einem Drachen auf der Hallenbühne war die Römerhalle passend zum Thema dekoriert. „Vielen Dank an das gesamte Deko-Team um Susanne Schlecker und Dieter Porombka“, betonte Vorsitzender Roland Lang, „mit viel Leidenschaft ist das gesamte Konzert als Höhepunkt unseres Musiker-Jahres vorbereitet worden“.

In Emerkingen werde seit Jahrzehnten hervorragende Blasmusik gespielt, lobte Karl Glöckler, Kreisvorsitzender des Blasmusikverbands. „Das war ein Konzert Extraklasse. Eine tolle musikalische Leistung von beiden Orchestern“, so Glöcklers Urteil.

Den Konzertauftakt machte die Jugendkapelle mit der oskargekrönten Filmmusik „Chariots of Fire“ von Vangelis, die Michael Sweenery für Blasorchester arrangiert hat. Kurt Gäbles „Leuchtfeuer“ erzählte musikalisch von Leuchttürmen und stürmischer Seefahrt und „Montanas del Fuego – Feuerberge“ führte die Zuhörer zu den Vulkanen der Insel Lanzarote. Den langen Applaus des Publikums quittierten die rund 35 Emerkinger Jungmusiker mit dem Stück „Firework“ als Zugabe.

Dann übernahmen die 70 Musikerinnen und Musiker des aktiven Orchesters die Bühne der Römerhalle und eröffneten ihren Konzertteil mit „Fire and Ice“, in Österreich komponiert von Otto M. Schwarz für ein symphonisches Rockprojekt. Der hawaiianischen Göttin der Vulkane widmete Steven Reineke sein Stück „Goddes of Fire“ und von Feuerwehrmännern in Chicago erzählte der Titel „Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen“, den Hans Zimmer komponiert und Masato Myokoin für Blaskapellen arrangiert hat. „Dragon Fight – Der Kampf mit dem Drachen“ hieß ein weiteres Stück des anspruchsvollen Konzertprogramms, komponiert von Otto M. Schwarz. Der zeitgenössische Komponist Rieks van der Velde nahm Georg Friedrich Händels barocke „Feuerwerks-Musik“ als Grundlage seines modernen Titels „Händel Spektakulär“, mit dem das Emerkinger Orchester das Konzert beenden wollte.

Aber der Applaus des Publikums forderte Zugaben. Für die hatte sich die Kapelle etwas Besonderes einfallen lassen: Den ganzen Abend standen zwei schwere Ambosse vor der Bühne. Die kamen jetzt zum Einsatz. Mit schweren Schmiedehämmern spielten der jüngste Schlagwerker des Orchesters Moritz Schlecker (12) darauf, gemeinsam mit dem ältesten Kollegen seines Registers Walter Pfeiffer (60), zur „Feuerfest-Polka“.

„Wir haben in diesem Jahr lange um das Leben unserer Musikerin Marina Grab gebangt“, sagt Vorsitzender Lang in seinem Schlusswort. Die junge Musikerin und Mitarbeiterin der Schwäbischen Zeitung wurde im Frühjahr bei einem Autounfall schwer verletzt. „Umso mehr freuen wird uns, dass sie heute bei unserem Jahreskonzert wieder aktiv mitspielen konnte“, so Lang. Mit langen Applaus und dem Marsch „Feuert los!“ ging das Emerkinger Jahreskonzert zu Ende.

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