Mit den Emerkinger Musikern auf hoher See

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Mit den Emerkinger Musikern auf hoher See (Foto: Burghart)
Schwäbische Zeitung
Karl-Heinz Burghart

„Mit viel Leidenschaft haben sich unser Dirigent und seine drei Orchester auf unser Jahreskonzert vorbereitet“, sagte Roland Lang, Vorsitzender der Musikkapelle Emerkingen am Samstagabend. „Das war ein hervorragendes Konzert und eine ausgezeichnete musikalische Leistung“, lobte Karl Glöckler, Kreisvorsitzender des Blasmusikverbands.

Unter dem Motto „Schiff ahoi“ lieferten mehr als 120 Musiker aus drei Orchestern eine unterhaltsame Mischung verschiedenster Titel rund um die hohe See. Den Auftakt machten die jüngsten Musiker aus dem Jugendvororchester mit Fritz Neuböcks „Spirit of the Music“ und den bekanntesten Melodien aus der Fernsehserie „Wickie“. Der lange Applaus der rund 350 Konzertbesucher forderte den Titel „Zauberland“ als Zugabe, bevor die Jugendkapelle die Bühne der Römerhalle übernahm.

Die 35 Emerkinger Nachwuchsmusiker eröffneten ihren Konzertteil mit dem Filmtitel „Conquest of Paradise“ von Vangelis. „Where the River flow“ heißt die dreisätzige Suite von James Swearingen, die die Geschichte eines verschleppten Indianerjungen erzählt. Mit „Flight of Valor“ – dem Flug der Tapferen, wollte sich die Jugendkapelle verabschieden, durfte jedoch nicht ohne Zugabe von der Bühne. Passend zum Konzertmotto spielten die jungen Musiker Rod Stewards „Sailing“.

Gospel und operettenhafte Züge

Als das 67-köpfige aktive Orchester auf der Bühne war, trat Gerhard Schlecker zum dritten Mal ans Dirigentenpult. Seit dem Frühjahr dirigiert Schlecker nicht nur die drei Emerkinger Orchester, sondern ist auch Kreisverbandsdirigent Ulm/Alb-Donau. Mit der symphonischen Ouvertüre „Stockholm Waterfestival“ aus der Feder von Kees Vlak eröffnete die Musikkapelle ihren Konzertteil. Nach der spielerischen Eröffnung waren im Mittelteil Gospeltöne zu hören und während die „Wachablösung vor dem Stockholmer Schloss“ operettenhafte Züge trug, erinnerte der „Tivoli-Besuch“ an Rock- und Popsongs.

Hölzerne Arche

Mit einem Filmmusik-Medley aus dem Jahrhundertfilm „Titanic“, das im Welthit „My heart must go on“ endete, ging das Konzert weiter. Und passend zu Bert Appermonts „Arche Noah“ hatten die Emerkinger Musiker eine große hölzerne Arche samt Plüschlöwen und -elefanten an die Bühnenwand montiert. Mit den Abenteuern von Captain Jack Sparrow und der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ endete der offizielle Konzertteil.

Den Wunsch des Publikums nach einer Zugabe erfüllten die Emerkinger Musikerinnen und Musiker mottogerecht mit dem Konzertmarsch „Unter der Admiralsflagge“.

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