Kinder erfahren, wie aus Milch Butter gewonnen wird

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Karl-Heinz Burghart

Am Mittwochmorgen sind zwölf Mädchen und Jungen aus Rottenacker nach Emerkingen auf den Erlebnisbauernhof von Margit und Willi Keckeisen gekommen, um den Weg „von der Milch zum Butter“ hautnah zu erleben. Den Ausflug auf den Bauernhof hatte die evangelische Kirchengemeinde im Rahmen des Rottenacker Ferienprogramms organisiert.

Marion und Anja Striebel begleiteten die Kinder. Zunächst erzählte Anja Scharpf, Mitarbeiterin im Fachdienst Landwirtschaft beim Alb-Donau-Landratsamt, dass der Hof der Familie Keckeisen einer von rund 50 „Lernorte Bauernhof“ im Kreis gehöre. „Hier könnt ihr live erleben, wie unsere Lebensmittel entstehen“, so Scharpf. Rund 50 Milchkühe stehen im Stall der Keckeisens. Hier erfuhren die Kinder, dass jede Kuh mit täglich 25 Kilogramm Mais-Silage, 20 Kilogramm Gras-Silage, einem Kilogramm Stroh und zwei Kilogramm Heu gefüttert werden, mehr als hundert Liter Wasser saufen und jeden Tag zwischen 30 und 35 Liter Milch geben. „Außerdem werden unsere Tiere mit einer hofeigenen Futtermischung aus geschrotetem Weizen, Gerste, Soja und Raps gefüttert“, erzählte

Spaziergang zur Weide

Willi Keckeisen. Zwischendurch spazierten die Kinder zu einer Weide der Keckeisens, um die dort gehaltenen Hochland-Rinder zu besuchen. „Wir haben zehn Highländer, um unsere Streuobstwiesen zu beweiden“, so Margit Keckeisen. Und weil die Tiere sehr zahm sind, durften sie die Kinder mit trockenem Brot füttern. Zurück auf dem Hof ging es in den Melkstand, in dem zehn der Milchkühe gleichzeitig gemolken werden können. Zaghaft versuchten die Mädchen, etwas forscher die Jungen eine der Kühe von Hand zu melken, stellten aber schnell fest, dass diese Arbeit mit der Melkmaschine einfacher ist. Nach dem Melken werde die kuhwarme Milch auf vier Grad abgekühlt, erfuhren die Kinder, bevor es zur bereitstehenden Bierbank ging um Butter zu machen. „Wir nutzen dazu kein Butterfass, sondern einfach Einweckgläser“, sagte Margit Keckeisen.

Als alle Gläser zu einem Drittel mit Sahne gefüllt waren, mussten die Kinder rund drei Minuten kräftig schütteln. „Jetzt haben sich Butter und Buttermilch getrennt“, betonte die Fachfrau und servierte den Kindern selbstgebackenes Zopfbrot. „Das könnt ihr jetzt mit eurer eigenen Butter bestreichen“, sagte Margit Keckeisen. Das ließen sich die Kinder nicht zwei Mal sagen und ein kleines Mädchen stellte begeistert fest: „Schmeckt echt voll lecker“.

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