Emerkingen investiert in den Festplatz

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Der Gemeinderat besichtigt die fast abgeschlossenen Arbeiten am Emerkinger Friedhof.
Der Gemeinderat besichtigt die fast abgeschlossenen Arbeiten am Emerkinger Friedhof. (Foto: Sz- khb)
Karl-Heinz Burghart

Die Firma Netze BW hat in den vergangenen Wochen im Bereich des Emerkinger Friedhofs und am Ortseingang bis zur Römerstraße eine neue 20-KV-Leitung verlegt. Diese Bauarbeiten nutze die Gemeinde, um Mikro-Leerrohre für die künftige Breitbandversorgung mitzuverlegen. Außerdem wurde der marode Gehweg am Friedhofsparkplatz erneuert und eine neue Entwässerungsrinne gebaut.

Zu Beginn ihrer Sitzung am Montagabend haben Bürgermeister Paul Burger und die Gemeinderäte die nahezu abgeschlossenen Bauarbeiten besichtigt. „Es fehlt noch der Feinbelag auf der Straße und der Gehweg muss noch gepflastert werden, sagte Burger. Die Arbeit der Netze BW seien eine gute Gelegenheit gewesen, um die Leerrohre zu verlegen und den Gehweg zu erneuern, betonte der Schultes. Während der noch ausstehenden Pflasterarbeiten soll der Zugang zu den Toiletten am Friedhof barrierefrei gestaltet werden.

Rat vergibt Arbeiten

Nach dem Lokaltermin ging es während der weiteren Sitzung im Rathaus um die Erneuerung der Infrastruktur am Festplatz an der Wachinger Straße. „Die Installationen zur Strom- und Wasserversorgung sowie der Abwasserbeseitigung an unserem Festplatz entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards“, sagte Paul Burger. Mit Kosten von rund 60 000 Euro lagen die ersten Planungen aber rund 10 000 Euro über dem geplanten Budget der Gemeinde. „Erfreulicherweise sind die Vereine, die Veranstaltungen auf dem Festplatz abhalten werden, bereit, bei der Installation neuer Infrastruktur zu helfen“, so der Schultes. So können die Baukosten auf unter 50 000 Euro gesenkt werden. Die neue Planung sieht vor, neue Schächte zur Strom- und Wasserversorgung sowie zur Entwässerung zu setzen und den „vorderen Bereich“ zu schottern. Durch die Eigenleistungen der Vereine sei es auch möglich, den Bereich des Toilettenwagens zu befestigen, betonte der Bürgermeister. Die Gemeinderäte waren mit der vorliegenden Planung einverstanden und vergaben die Bauarbeiten zum Preis von knapp 37 500 Euro an die Firma Jähnke aus Herbertshofen. Den Bau der nötigen Wasserleitung wird die Firma Schick aus Uttenweiler-Ahlen zum Preis von 4136 Euro übernehmen und für die Elektroinstallation fallen rund 8150 Euro an. Ende September sollen die Bauarbeiten beginnen.

Im vierten Bauabschnitt des Baugebiets „Stützen IV“ sollen vier Bauplätze erschlossen werden. Wegen der hohen Auslastung der Baufirmen sei ein konkreter Starttermin der Erschließungsarbeiten noch nicht bekannt, sagte Burger. „Die Erschließung soll aber im Herbst fertig sein.“ Weil bereits Bauinteressenten vorhanden sind, beschlossen die Räte am Montag eine „Vormerkliste“ zu führen. Bürgermeister Burger wird jetzt mit den Interessierten konkrete Gespräche führen, welche Bauplätze sie bevorzugen. „So können die künftigen Bauherren nach der Erschließung zeitnah in die Realisierung ihrer Bauvorhaben einsteigen“, sagte Burger. In der nächsten Gemeinderatssitzung werden die Räte den Quadratmeterpreis für die vier neuen Bauplätze festlegen. „Im Moment liegen dafür noch nicht alle nötigen Zahlen vor“, so der Bürgermeister. Burger rechnet damit, dass der bisherige Preis von 70 Euro pro Quadratmeter wegen gestiegener Baukosten angehoben werden muss.

Neue Flüchtlingsfamilie in Emerkingen

Weil in die Flüchtlingsunterkunft an der Wachingerstraße eine siebenköpfige Familie aus Afghanistan eingezogen ist, wurde die Wohnung zuvor „hergerichtet“. Dazu waren Malerarbeiten, ein neuer Teppichboden, neue Rauchmelder und ein zusätzliches Waschbecken nötig. Weil die Kinderzimmer nicht beheizbar sind und der Infrarotstrahler im Bad veraltet war, hat Bürgermeister Burger vier Heizstrahler zum Preis von 2150 Euro installieren lassen. Insgesamt seien rund 6000 Euro in die Unterkunft investiert worden, berichtete er am Montag.

Mit dem Umbau eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens zu einem Wohnhaus mit zwei Wohnungen und einem Büro im Unterdorf Emerkingens waren die Räte am Montag einverstanden. „Hier wird generationenübergreifender neuer Wohnraum geschaffen“, betonte Paul Burger, „das entspricht unserem Konzept zur Dorfentwicklung und wertet das Dorfbild auf.“

In der Munderkinger Straße soll ein Ökonomiegebäude, das der Gemeinde gehört, abgebrochen werden. Am Montag vergaben die Räte die Abbrucharbeiten an die Firma Jähnke aus Herbertshofen zum Preis von 33 803 Euro. Die Abbrucharbeiten wurden mit 14 400 Euro aus dem ELR-Programm bezuschusst.

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