Schaubrennerei in Emeringen eröffnet

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Die selbstgemachten Brände und Liköre von Elmar Mößlang können am Wochenende probiert werden.
Die selbstgemachten Brände und Liköre von Elmar Mößlang können am Wochenende probiert werden. (Foto: Sz- eis)

Die Brennerei Mößlang und die Schmuckwerkstatt Elisabeth Mößlang sind am Samstag, 13. Oktober, und Sonntag, 14. Oktober, von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Emeringer Elmar Mößlang hat sich in der kleinen Gemeinde einen Traum erfüllt. Er hat eine eigene Brennerei eingerichtet und stellt seit diesem Jahr selbst Brände, Geiste und Liköre her. Am Wochenende öffnet er seine Schaubrennerei erstmals offiziell für Besucher.

Am 30. Dezember des vergangenen Jahres hat Elmar Mößlang seine Brennanlage in Emeringen erstmals in Betrieb genommen. Angefangen hat er mit den Mirabellen, von der eigenen Streuobstwiese. Denn Mößlang hat sich vorgenommen, nur das eigene, unbehandelte Obst für seine Brände zu verwenden. „Eigentlich hat alles direkt ganz gut geklappt“, erinnert sich der Hobby-Brenner. Um überhaupt auf dem heimischen Hof eine Brennerei betreiben zu können, hat der Emeringer einen Kurs zum Klein- und Obstbrenner absolviert.

Fünf Tonnen Obst

Entstehen sollen in der Brennerei Mößlang nur sortenreine Brände und Liköre. „Leider hatte ich diesmal zu wenig Quitten, deshalb habe ich sie mit Äpfeln mischen müssen“, berichtet Elmar Mößlang. In dieser Saison sieht das anders aus. Das beständige Sommerwetter hat auch dem Emeringer eine gute Obsternte beschert. „Rund fünf Tonnen Obst können wir in dieser Saison verarbeiten.“ Kirchen und Ringlotten sind sogar schon eingemaischt.

Abgefüllt werden die Emeringer Brände in verschieden große Flaschen mit einem eigens für die Brennerei Mößlang entworfenen Logo. „Wir haben lang an dem Logo herumgetüftelt, es ist erst vor wenigen Wochen fertig geworden“, sagt Elmar Mößlang. Ein „ß“ ziert nun die Flaschen, die Briefbögen und die Namenstafel.

Seit Elmar Mößlang mit seiner Idee, eine eigene Brennerei zu eröffnen, an die Öffentlichkeit gegangen war, hat er viele positive Reaktionen bekommen. Sogar für eine Hochzeit durfte er schon seine Brände liefern. „Ich wurde von vielen Bekannten und Unbekannten darauf angesprochen“, berichtet er. Auch wenn das Interesse an den Bränden aus Emeringen groß ist, wird es diese vorerst nur vor Ort in der Brennerei geben. Feste Öffnungszeiten wird es nicht geben. „Wenn wir da sind, kann auch gekauft werden“, so Mößlang.

Lieblingssorte Holunder

Zwölf verschiedene Schnäpse wird der Emeringer beim Tag der offenen Tür am Wochenende anbieten. Darunter ist auch sein Lieblingsbrand aus Holunder. „Das ist eine Frucht, die nicht jeder verarbeitet, auch weil es sehr aufwendig ist“, sagt Elmar Mößlang, der schon als Kind gern Holundersaft mochte. Ein besonderes Anliegen war ihm auch der Bierbrand, den er sozusagen als Experiment gebrannt hat. Das fertige Bier der Rössle Brauerei in Ehingen ist dabei verarbeitet worden. „Das habe ich jetzt einmal versucht, das wollte ich unbedingt“, so der Brenner.

Nach der Eröffnung soll Mößlangs Brennerei aber nicht für Gäste verschlossen bleiben und nur als Verkaufsraum dienen. „Die Anlage ist ein echtes Schmuckstück, deshalb sollte sie unbedingt im Verkaufsraum stehen“, erklärt er. Das habe aber auch logistische Herausforderungen mit sich gebracht. Künftig will der Emeringer auch Schaubrennen veranstalten. Dafür möchte er angemeldete Brände für Interessierte ankündigen, damit diese beim Vorgang selbst dabei sein können.

Die Brennerei Mößlang und die Schmuckwerkstatt Elisabeth Mößlang sind am Samstag, 13. Oktober, und Sonntag, 14. Oktober, von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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