Zur Sicherheit ein Sieg

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 Danijel Sutalo (Mitte) hat nach überstandener Verletzung wieder voll mittrainiert und dürfte im Kader des SSV Ehingen-Süd für d
Danijel Sutalo (Mitte) hat nach überstandener Verletzung wieder voll mittrainiert und dürfte im Kader des SSV Ehingen-Süd für das Verbandsliga-Heimspiel gegen Nagold sein. (Foto: SZ- aw)

Zwei Wochen nach Löchgau hat der SSV Ehingen-Süd in der Fußball-Verbandsliga erneut einen Aufsteiger zu Gast: Am Samstag, 13. April, 15.30 Uhr, erwarten die Kirchbierlinger den VfL Nagold, der wie Löchgau ebenfalls im Abstiegskampf steckt. Darin will Ehingen-Süd nicht auch noch verwickelt werden, doch nach zwei Niederlagen in Folge ist der Abstand zur Abstiegszone kleiner geworden.

„Nach ordentlichem Start nach der Winterpause mit den Siegen gegen Tübingen und Leinfelden-Echterdingen hatten wir eine gute Ausgangsposition“, sagt SSV-Trainer Michael Bochtler. Mit weiteren regelmäßigen Punktgewinnen wollte man sich dauerhaft deutlich fernhalten vom Tabellenkeller. Doch zuletzt verlor man zu Hause gegen Löchgau (0:3) und in Rutesheim (1:2), während die meisten Mannschaften im unteren Tabellendrittel punkteten – und so schmolz der Vorsprung zum Relgations- und zum ersten Abstiegsplatz. Angesichts der nächsten Aufgaben nach Ostern in Sindelfingen und in Laupheim „müssen wir aufpassen, dass wir danach nicht wieder voll bei der Musik sind und dann dort stehen, wo wir nicht stehen wollten“.

„Ein furchtbares Spiel von uns“

Ein Erfolg gegen Nagold wünscht sich Trainer Bochtler auch aus einem anderen Grund: Er hat das Hinrundenspiel beim Aufsteiger (0:0) noch gut in Erinnerung – aber in keiner guten. „Es war ein furchtbares Spiel von uns, das habe ich der Mannschaft jetzt auch gesagt“, so Bochtler. Kein Tempo, mangelhaftes Passspiel, fehlende Genauigkeit – aus Sicht des Trainers passte damals kaum etwas im Spiel seiner Mannschaft. „Wenig bis gar nichts war da zu sehen.“ Dem Torhüter Benjamin Gralla, der in der zweiten Halbzeit eine Großchance von Nagold vereitelte, war es letztlich zu verdanken, dass Ehingen-Süd wenigstens ohne Gegentreffer blieb und einen Punkt mit nach Hause nahm.

Auf heimischen Platz sollen es drei werden. Bochtler erwartet im zweiten Aufeinandertreffen mit Nagold einen ähnlich eingestellten Gegner wie in der Hinrunde und einen Aufsteiger, der nichts zu verschenken hat. „Nagold kämpft um jeden Punkten, aber wir brauchen auch jeden Punkt“, so Bochtler. Allzu viele Punkte kamen beim VfL nach der Winterpause nicht dazu, die Mannschaft steht auf dem Relegationsplatz, der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz ist gering. Ärgerlich für die Nagolder: In ihren sechs Begegnungen im Jahr 2019 trafen sie überwiegend auf ebenfalls abstiegsgefährdete Teams – und gingen nur einmal, gegen Albstadt (2:0), als Sieger vom Platz. Gegen Schlusslicht Breuningsweiler (1:3), Heiningen (1:3), Leinfelden-Echterdingen (1:2) und zuletzt Löchgau (1:2) setzte es Niederlagen. Vier Spiele in Folge ohne Sieg setzen den VfL unter Zugzwang. „Wir müssen jetzt auch mal Spiele gewinnen, mit denen man nicht unbedingt rechnet“, sagt Nagolds Trainer Armin Redzepagic.

Der SSV Ehingen-Süd wird nicht gewillt sein, nach dem 0:3 gegen Löchgau erneut ein Heimspiel zu verlieren. Personell sind die Voraussetzungen noch besser als vor zwei Wochen und erst recht gegenüber dem Spiel vor einer Woche in Rutesheim: Danijel Sutalo hat laut Trainer Bochtler wieder voll mittrainiert und ist ebenso dabei wie Noah Gnandt, der in Rutesheim krankheitsbedingt fehlte, und Timo Kästle, der nach seinem verheilten Schlüsselbeinbruch am vergangenen Wochenende wieder im Kader war, aber nicht eingesetzt wurde. Außenverteidiger Kästle sollte am Freitagabend in der zweiten Mannschaft von Süd im Kreisliga-Spiel gegen den KSC Ehingen Spielpraxis sammeln und am Samstag auch dem Verbandsliga-Kader angehören.

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