Zum Kirchener Rosenmontagszug strahlt die Sonne

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Kurt Efinger

Alle Jahre wieder scheint beim Kilicheimer Rosenmontagsumzug die Sonne. So geschah es auch an diesem Montag, als sich die Heiterkeitsparade knapp nach 14 Uhr vom „Zenka ra“ auf den Weg machte, um viel prominent durchsetztes Volk optisch und akustisch zu erfreuen.

Mit ihren Schellen kündigten die Ehinger Narrenbüttel den Durchzug von Weitem an. Die meisten Zuschauer versammelten sich in der Nähe der Kirche, wo man den Zug die Brunnenstraße herabkommen und in die Kilicheimstraße einbiegen sah. Die Möglichkeit, den Narren erst ins Gesicht und unmittelbar danach auf die Rückseite zu sehen, ist eine der Besonderheiten, die den Kirchener Rosenmontagszug so attraktiv machen. Die zweite ist die Tatsache, dass man sich das Ganze unten beim Rathaus ein zweites Mal ansehen kann, weil die Zuschauer den direkten Weg dorthin wählen, während die Narren den Umweg über die Kilicheimstraße, den Hirtenberg und die Osterstraße vorziehen. Der Spielmannszug der Bürgerwache zog wie Weiland der Rattenfänger von Hameln die Kinder des Kindergartens nach sich. Von Kindersegen zeugten die von Bürgeles-Hexa geschobenen Kinderwagen.

Unter Sturzhelmen ließ die Musikkapelle Kirchen ihre Klänge ertönen. Mit Jagdszenen auf Niederwild brachten sich die Venezianer aus Untermarchtal ins Bild. Der Kreisjägermeister führte die Narrenzunft Spritzenmuck aus Ehingen an. Seines Nachfolgers im Oberbürgermeisteramt bemächtigten sich kurzzeitig die Grashüpfer. Die Begleitmusik lieferten die Saubachgugga aus Laupertshausen. Der Skiclub Kirchen erledigte sieben auf einen Streich. Schweigend kommentierte dies eine Menge Härtsfeldnarren aus Neresheim. Die Lauteracher Siebenschwaben suchten den Hasen zu erlegen. Die Radschuahrätscha rätschten dazu. Die Jugendfeuerwehr empfing Besucher des Feuerwehrmuseums mit Konfetti. Der Hundeverein Kirchen führte seine Lieblingstierchen mit sich.

„Warum hat der Bundestag eine Kuppel? - Schon mal einen Zirkus mit Flachdach gesehen?“ wusste die Clique 8211 das Berliner Bundesvarieté zu deuten. Die Dächinger Schdraubuschla-Band machte sich als Zirkusorchester bestens. Dahinter trappten die Erminger Hohlwegtrapper. „What’s app“ illustrierten Kirchens aktive und ältere Sportfreunde. Kirchbierlinger Riaddeifl setzten den närrischen Schlussakzent.

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