Zirkus sorgt in Rißtissen für Begeisterung

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Auch Politiker wurden beim Fasnetsball in Rißtissen dargestellt und mit eingebunden.
Auch Politiker wurden beim Fasnetsball in Rißtissen dargestellt und mit eingebunden. (Foto: SZ- sisa)
Stefanie Müllerschön

Startpfiff des Fasnetsballs in Rißtissen, der vom Musikverein und Sportverein Rißtissen organisiert wird: In der Römerhalle in Rißtissen kehrt absolute Ruhe ein. Alle Augen blicken auf die Bühne, auf Leinwand sieht man die Tagesschau. Es sprechen Politiker wie Angela Merkel und auch Ehingers Oberbürgermeister Alexander Baumann – jedoch komödiantisch synchronisiert. Rechts davon sitzt das Technikteam, bestehend aus Christian Glöggler und Christian Weckerle.

Das Programm am Samstagabend lief ganz unter dem Motto eines „Zirkus Rissi Dissi“, der neu in Rißtissen seinen Platz gefunden hatte. Passend dazu begrüßte der Zirkusdirektor mit italienischem Hintergrund das Publikum. Diese Hauptrolle verkörperte Stephan Föhr. Auch eine Zweimann-Kapelle und zwei unsymmetrisch getrennte siamesische Zwillinge hatte der Zirkus fest in seinem Repertoire. Kurz darauf empfing Stephan Föhr die Clowns „Pippi und Stinki“, die von Martin Völk und Wolfgang Haas imitiert wurden. Diese überzeugten größtenteils durch ihre pessimistische Einstellung dem Zirkus und Zirkusdirektor gegenüber. Aber auch der Zirkusdirektor konnte die zwei qualifizierten Pessimisten nicht wirklich leiden. „Vielen Dank für das Lachen aus Mitleid“, so der italienische Zirkusbesitzer. Auch gegen Pfeifen und Rauschgift hatten die zwei Clowns nichts einzuwenden.

Die Fußballer aus Rißtissen ernteten mit ihrer Pantomimeshow zahlreiche erstaunte Blicke. Die anfangs blau vernebelte Bühne präsentierte das hohe technische Niveau dieser Veranstaltung. Verantwortlich für die spektakuläre Einlage waren Eva Leutner und Elena Maier. Es folgte eine Akrobatikeinlage von Ingo Peters unter seinem Shownamen „Benjamin von Stufenbarren“. Auch das Tanzen kam im „Zirkus Rissi Dissi“ nicht zu kurz. Die Turnermädchen unter der Leitung von Christine Ohler und Manuela Wurm zeigten in ihrem Tanz mit dem Namen „Zirkusleben“ sowohl gefährliche Tiere als auch Dompteurinnen.

Gianni Sonneck ließ als stärkster Mann der Welt kein Auge trocken. Mit dem Künstlernamen Gian-Luca Sanbuca performte er als von sich selbst überzeugter Italiener – mit einer Liebe für Mama und Spaghetti. Zum Schluss wurde es noch ganz magisch in Rißtissen. Thomas Fiegel, Martin Rieber und Jörg Spaniel zauberten einen Freiwilligen aus dem Publikum von der Bühne wieder zurück an seinen Platz, auch Gedanken konnten sie lesen, aber vor allem waren alle drei Meister der Selbstironie. Mit viel Witz präsentierten sie dem Publikum einen Einblick in das Magierleben eines Magiers mit seinem Zauberlehrling und seinem Praktikanten.

Zum großen Finale tanzten alle Darsteller des illusorischen Zirkus zu Andreas Gabaliers „Hallihallo“. Auch dieser Tanz entstand unter der Leitung von Christine Ohler. Nach einundeinhalb Stunden wurde das begeisterte Publikum entlassen und die bevorstehende Fasnetsdisco eröffnet.

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