Winzer lassen ihre Produkte verkosten

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Ralf Denkinger (Mitte) hat viele erlesene Weine bei den Weintagen präsentiert.
Ralf Denkinger (Mitte) hat viele erlesene Weine bei den Weintagen präsentiert. (Foto: Körner)

Sich den richtigen Wein für einen gemütlichen Winterabend aussuchen – Die Weintage des Weinhauses Denkinger sind seit Jahren eine gute Gelegenheit dafür.

Kellereien von nah und fern hat Ralf Denkinger eingeladen. Sie kommen aus Anbaugebieten in Baden-Württemberg, Franken, von der Mosel, Rheinhessen, aus der Pfalz, vom Bodensee, aus Portugal, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Österreich, aus Südafrika, Argentinien und Italien und ließen die Besucher ihre Produkte verkosten.

„Jetzt, im Winter, werden wieder viele klassische Rotweine getrunken, aber auch gern ein kräftiger Rosé. Otto Kopp vom Staatsweingut Meersburg ist das erste Mal bei den Weintagen dabei. Er empfahl den trockenen Müller-Thurgau oder Grauburgunder sowie einen feinherben Weißherbst, die typisch für das Anbaugebiet am Bodensee sind.

Direkt daneben hatte der Weikeller Jupiter aus dem Zabergäu seinen Tisch. Einen sehr lieblichen fruchtigen Rosé mit sehr wenig Alkoholgehalt bezeichnete Winzer Uli Kopp als „Fruchtzwerge für Erwachsene. Sein Samtrot ist als bester in Württemberg ausgezeichnet worden. Sie waren auch die ersten, die Samtrot angebaut haben. Hausen macht die besten Samtrots“, meinte Denkinger.

Trockene Moselweine

Andreas Thömes von der Mosel ist immer bei den Weintagen vertreten. „Moselweine sind heute überwiegend trocken aufgestellt und säurearm. Unser Weingut ist seit mehr als 700 Jahren in Familienbesitz. Wir haben uns frühzeitig anderen Rebsorten geöffnet, waren mit dem Grauburgunder vor 25 Jahren Pionier. Chardonnay und Spätburgunder werden bei uns spontan und ohne Hefe vergoren. Das ist sonst nicht üblich“ sagte Thömes. Er lobte das unglaublich am Produkt Wein interessierte Publikum in Ehingen.

Thömes kann auf seinem Weingut fast nur manuell arbeiten. „Wir tragen die Trauben noch mit der Kiepe, bei uns Hotte genannt, nach unten“, erzählte er seinen Besuchern.

Die Weine der Metzinger Hofsteige kommen aus dem Biosphärengebiet, sind biologisch, zum Teil sogar vegan. Zum Klären des Weins werden keine tierischen Produkte verwendet, sondern Kichererbsen. Sogar der Leim auf den Etiketten ist vegan. Das Gebiet reicht von Neuhausen bis zum Hohen Neuffen, viele Winzerfamilien sind Mitglied der Genossenschaft. Der Spätburgunder, der sonst eher Muschelkalk bevorzugt, ist auf braunem Jura gewachsen, alle anderen Rotweine auch.

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