Die Europameisterschaft der Herren 50 hat er 2018 bereits gewonnen, mit den Herren 40 des TC Augsburg Siebentisch spielt er demn
Die Europameisterschaft der Herren 50 hat er 2018 bereits gewonnen, mit den Herren 40 des TC Augsburg Siebentisch spielt er demnächst um die deutsche Meisterschaft, doch davor kämpft er um den WM-Titel: Der Ehinger Alexander Windisch ist bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Ulm/Neu-Ulm aber nicht nur als Spieler gefordert, sondern auch an der Organisation beteiligt. (Foto: Privat)

Senioren-Europameister war der Ehinger Tennisspieler Alexander Windisch schon mehrmals, Weltmeister dagegen noch nie. Die vom 12. bis 25. August auf vier Anlagen in Ulm und Neu-Ulm ausgetragenen Senioren-Weltmeisterschaften bieten dem 50-Jährigen nun die Gelegenheit, auch dieses Turnier für sich zu entscheiden. Zu den Favoriten zählt Windisch, der in der Saison 2018 schon einige Erfolge eingeheimst hat. Daneben ist er in die Organisation der Veranstaltung eingebunden.

Hauptorganisator der Senioren-WM ist der Ulmer Florian Ebner, selbst ein erfolgreicher Tennisspieler. „Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die WM nach Ulm und Neu-Ulm zu holen“, sagt Windisch. Der Weltverband ITTF vergab die Weltmeisterschaften der Senioren nach Ulm, die erstmals nach 16 Jahren wieder in Deutschland sind.

Ebner und Windisch kennen sich schon lange und so lag es nahe, dass der Ehinger, der seit vielen Jahren in Augsburg lebt und dort eine Werbeagentur betreibt, mit ins Organisationsboot steigt. Windisch kümmert sich unter anderem ums Programmheft und um die Hinweisschilder auf den Anlagen. „Man unterschätzt, wie viel da dranhängt“, sagt der Ehinger. „Ich mache mehr, als mir lieb ist.“ Es wird eine Großveranstaltung mit weit mehr als 1000 Spielern aus rund Dutzenden von Ländern, die auf den Anlagen des NTK Neu-Ulm, des SSV Ulm 1846, des TK Ulm und des TSV Pfuhl in den Altersklassen Damen und Herren 50, 55 und 60 sowie in verschiedenen Wettbewerben – Einzel, Doppel, Mixed, Teamwettbewerb – um die Titel kämpfen werden.

Alexander Windisch tritt im Einzel der Altersklasse Herren 50 an, zudem wurde er für den Teamwettbewerb nominiert. „Das freut mich, dass ich im Team dabei bin“, so Windisch, der im Team an Nummer eins spielen wird. Er ist gespannt, wie er durch die erste Woche kommt, in der der Mannschaftstitel ausgespielt wird. „Ich hoffe, dass ich das Einzel in der zweiten Woche noch erlebe und noch genug Kraft habe“, sagt der Ehinger mit einem Schmunzeln. Kraft und Ausdauer wird er im Einzel benötigen, das Hauptfeld in der M50 wird aus 128 Spielern bestehen – wer ins Finale und gewinnen will, muss somit sechsmal antreten.

In Form ist der 50-Jährige, das hat er in den vergangenen Monaten wiederholt bewiesen. Er gewann in diesem Jahr, seinem ersten in der Altersklasse 50, den Europameistertitel, was ihm in den vergangenen Jahren bei den Herren 45 mehrmals gelang. Er ist die Nummer zwei der Weltrangliste seiner Altersklasse hinter dem Italiener Marco Filippeschi, der im vergangenen Jahr Senioren-Weltmeister wurde.

Erfolg in der Liga

Neben der Europameisterschaft in der Türkei spielte der Ehinger weitere internationale Turniere, aber mehr noch mit der Regionalliga-Mannschaft der Herren 40 des TC Augsburg Siebentisch, mit der Windisch die bayerische Meisterschaft gewann und nun in einigen Wochen um den deutschen Titel kämpfen wird – gegen Teams, die frühere Weltklassespieler wie Thomas Enqvist, Magnus Larsson, Arnaud Clement (alle Berlin) oder Nicolas Kiefer, Stefan Koubek oder Dick Norman (alle Ratingen) in ihren Reihen haben.

Doch zunächst gilt die Konzentration von Alexander Windisch den Senioren-Weltmeisterschaften, die er noch nie gewonnen hat. Auch weil die WM in der Vergangenheit auf Hartplatz ausgetragen wurde – einem Belag, der dem Ehinger weniger behagt. Viel lieber spielt er auf Sand, wie jetzt in Ulm und Neu-Ulm.

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