Weltladen kommt gut durch die Krise

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 Mit dem Weltladen unterstützen sie den fairen Handel: (v. l.) Erich Pöschl, Claudia Maier und Sabine Falk-Seitz.
Mit dem Weltladen unterstützen sie den fairen Handel: (v. l.) Erich Pöschl, Claudia Maier und Sabine Falk-Seitz. (Foto: SZ- Prandl)
Dominik Prandl
Redakteur

Für einen fairen Welthandel:

Anfangs wurden vor 30 Jahren nur Waren am Markt angeboten, dann eröffnete der Ehinger Weltladen 1991 in der Unteren Hauptstraße. Vor 20 Jahren erfolgte der Umzug an den jetzigen Standort in der Hauptstraße neben der Bücherei. Seit Beginn ist es die Überzeugung des Vereins, dass es eines fairen Welthandels bedarf, sagt Gründungsmitglied Erich Pöschl. Neben einer fairen Bezahlung sei dabei wichtig, „dass der Großteil der Wertschöpfungskette im jeweiligen Land bleibt“. Denn so bleibe auch das Geld im jeweiligen Land. Ein Beispiel ist Schokolade, die in Ghana hergestellt wird. Das Ehinger Team achtet darauf, dass solche Projekte unterstützt werden. Wichtig sei, dass die Menschen vor Ort von ihrer Arbeit leben können, dass sie medizinische Versorgung erhalten, dass die Kinder zur Schule gehen können. Viele Händler würden sich dafür einsetzen. Doch nicht alle Anbieter seien seriös, deshalb müsse man eine Auswahl treffen. Die Kunden würden oft konkret nachfragen, woher die Produkte kommen und wer unterstützt wird. Für den Weltladen gilt laut Pöschl der Grundsatz: „kaufen statt spenden“. Das heißt, die Menschen vor Ort in sogenannten Dritte-Welt-Ländern werden durch den Kauf der Produkte im Laden unterstützt. Schulklassen und Kindergartengruppen besuchen den Weltladen immer wieder, auch ihnen wird der Gedanke nähergebracht. Die Gewinne, die es im Laden gibt, werden nur selten für Spenden genutzt. Das Geld wird stattdessen verwendet, um den Laden zu renovieren, zu verschönern und zu professionalisieren. So wird demnächst ein Kartenlesegerät angeschafft. Außerdem erhalten die ehrenamtlichen Helfer ab dem 1. Juli eine Fahrtkostenerstattung. Gewinne darf der Weltladen ohnehin kaum machen, denn dahinter steht ja mit dem Arbeitskreis Eine Welt ein gemeinnütziger Verein. Die Vereinsgelder wiederum werden gespendet. Bei den Lebensmitteln sind Kaffee, Schokolade, Mango und Bio-Gewürze im Ehinger Weltladen stark nachgefragt – im Kunstbereich Taschen, Tücher, Seifen, Geschirr und Körbe. Wichtig ist dem Ehinger Weltladen auch, dass die Verpackungen nachhaltig sind.

Ehingen profitiert von einer treuen Stammkundschaft. Die Händler und Produzenten vor Ort werden von der Corona-Pandemie dagegen stark getroffen. Aber jeder kann helfen.

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Für einen fairen Welthandel:

Anfangs wurden vor 30 Jahren nur Waren am Markt angeboten, dann eröffnete der Ehinger Weltladen 1991 in der Unteren Hauptstraße. Vor 20 Jahren erfolgte der Umzug an den jetzigen Standort in der Hauptstraße neben der Bücherei. Seit Beginn ist es die Überzeugung des Vereins, dass es eines fairen Welthandels bedarf, sagt Gründungsmitglied Erich Pöschl. Neben einer fairen Bezahlung sei dabei wichtig, „dass der Großteil der Wertschöpfungskette im jeweiligen Land bleibt“. Denn so bleibe auch das Geld im jeweiligen Land. Ein Beispiel ist Schokolade, die in Ghana hergestellt wird. Das Ehinger Team achtet darauf, dass solche Projekte unterstützt werden. Wichtig sei, dass die Menschen vor Ort von ihrer Arbeit leben können, dass sie medizinische Versorgung erhalten, dass die Kinder zur Schule gehen können. Viele Händler würden sich dafür einsetzen. Doch nicht alle Anbieter seien seriös, deshalb müsse man eine Auswahl treffen. Die Kunden würden oft konkret nachfragen, woher die Produkte kommen und wer unterstützt wird. Für den Weltladen gilt laut Pöschl der Grundsatz: „kaufen statt spenden“. Das heißt, die Menschen vor Ort in sogenannten Dritte-Welt-Ländern werden durch den Kauf der Produkte im Laden unterstützt. Schulklassen und Kindergartengruppen besuchen den Weltladen immer wieder, auch ihnen wird der Gedanke nähergebracht. Die Gewinne, die es im Laden gibt, werden nur selten für Spenden genutzt. Das Geld wird stattdessen verwendet, um den Laden zu renovieren, zu verschönern und zu professionalisieren. So wird demnächst ein Kartenlesegerät angeschafft. Außerdem erhalten die ehrenamtlichen Helfer ab dem 1. Juli eine Fahrtkostenerstattung. Gewinne darf der Weltladen ohnehin kaum machen, denn dahinter steht ja mit dem Arbeitskreis Eine Welt ein gemeinnütziger Verein. Die Vereinsgelder wiederum werden gespendet. Bei den Lebensmitteln sind Kaffee, Schokolade, Mango und Bio-Gewürze im Ehinger Weltladen stark nachgefragt – im Kunstbereich Taschen, Tücher, Seifen, Geschirr und Körbe. Wichtig ist dem Ehinger Weltladen auch, dass die Verpackungen nachhaltig sind.

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