Weinbuch plant „gläserne Produktion“

Lesedauer: 4 Min
Franz Weinbuch (rechts) bietet Andreas Braun, Klara Dorner und Hilde Mattheis eine Kostprobe seiner vegetarischen Wurst an.
Franz Weinbuch (rechts) bietet Andreas Braun, Klara Dorner und Hilde Mattheis eine Kostprobe seiner vegetarischen Wurst an. (Foto: sz-Fotos: dkd)
Schwäbische Zeitung
David Drenovak
Redakteur

Die SPD Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis hat am Mittwoch im Rahmen ihrer Sommertour die Region und auch Öpfingen besucht. Erst informierte sie sich in der örtlichen Metzgerei Weinbuch über die Produktion und einen geplanten Neubau an der B 311. Danach ging es gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Braun an die Bundesstraße , wo er ihr die geplante Ampelanlage erläuterte. Abschließend besuchte Mattheis das Proberaumzentrum von Frank Staudacher im Industriegebiet Burren.

Franz Weinbuch möchte eine neue Produktionsstätte mit Verkaufs- und Verköstigungsraum im Industriegebiet Burren errichten. In den neuen Räumlichkeiten soll zusätzlich eine „gläserne Produktion“ entstehen. Das Projekt soll vier Vollzeitstellen und rund 20 Teilzeit-Arbeitsplätze schaffen. Der Standort in der Schulstraße bleibe aber weiterhin bestehen. Auf die Idee ist Weinbuch gekommen, als er als Mitglied des Lions-Club auf einem Ausflug etwas Ähnliches im Stuttgarter Raum besichtigt hat. „Was die Namensgebung angeht, sind wir uns noch nicht ganz einig. Einer der ersten Vorschläge war Weinbuchs ,Wurstwelt’“, so der passionierte Metzgermeister.

Besonders interessierte die Bundestagsabgeordnete, ob das Unternehmen die Trendwende im Bereich Ernährung spüre. „Wir müssen mit der Zeit gehen. Deswegen produzieren wir auch vegetarische Wurstwaren und bieten viele Produkte an, die sich an den veränderten Lebensumständen der Menschen orientieren“, erklärt Weinbuch. Seine Tochter Katharina, die mittlerweile nach ihrem Studium ebenfalls Führungsaufgaben im Unternehmen übernimmt und stark in die Weiterentwicklung des Familienbetriebs eingebunden ist, sagt: „Dazu gehört auch, dass viele Frauen arbeiten und nicht mehr so viel Zeit zum Kochen haben. Wir bieten fertige Gerichte an, wie beispielsweise Gulasch, die frisch vom Metzger kommen und schnell zubereitet sind.“

Bei einem kurzen Zwischenstopp an der B311 erklärte Andreas Braun die Pläne für die Ampelanlage, die im Herbst gebaut wird. Er machte aber auch deutlich, dass diese nur eine Zwischenlösung sei. Öpfingen wolle, wenn der Ausbau der Bundesstraße kommt, einen Umbau der Kreuzung mit einer Unterführung erreichen.

Im Anschluss ging es über die Bundesstraße in das Proberaumzentrum im Industriegebiet Burren. Zusammen mit Ehingens SPD-Urgestein Klara Dorner ließ sich Mattheis vom Eigentümer Frank Staudacher exemplarisch zwei Räume zeigen. Mit einem T-Shirt und einer CD der teilnehmenden Bands lud Staudacher die Politikerin auch zum Burrenfestival ein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen