Weihungstaler Stubenmusik besingt die heilige Maria

Lesedauer: 3 Min
Die Weihungstaler Stubenmusik besang Maria.
Die Weihungstaler Stubenmusik besang Maria. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Als Hobbymusiker aus Ulm, um Ulm und um Ulm herum bezeichnen sich die Mitwirkenden der in Illerkirchberg beheimateten Weihungstaler Stubenmusik. Am Sonntag trat sie anlässlich des Rosenkranzfestes in der Ehinger Liebfrauenkirche auf.

Das Fest der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz (Festum Beatae Mariae Virginis a Rosario), wird in der Liturgie der katholischen Kirche am 7. Oktober gefeiert. Der war dieses Jahr ein Sonntag und so passte das als Mariensingen bezeichnete Programm der Weihungstaler Stubenmusik datumsgerecht zu der von Diakon Roland Gaschler liturgisch umrahmten Feier.

In seiner Ansprache erinnerte der Diakon an die Stiftung des Gedenktags Unserer Lieben Frau vom Siege durch Papst Pius V. zum Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto 1571. Unter dem Kommando von Don Juan de Austria besiegte die sogenannte Heilige Liga die von Kapudan Derya Ali Pascha geführte osmanische Flotte. In der Folge entstanden allenthalben unter dem Einfluss des Dominikanerordens Rosenkranzbruderschaften. Noch heute besteht der 1696 in Granheim gegründete Gebetsverein und bewahrt seine Gründungsurkunde auf.

Tradition ist auch das Mariensingen zu Ehren der Mutter von Jesus von Nazaret in Österreich und im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Dabei treten Volksmusikgruppen in ihrer jeweiligen Landestracht auf. Die Weihungstaler Stubenmusik besteht seit zwölf Jahren und hat schon des öfteren in der Ehinger Liebfrauenkirche mit ihrer gefühlsbetonten Musik vielen katholischen Gläubigen mit ihrem Gesang viel Freude bereitet. Auch dieses Jahr war die Marienkirche in der Unterstadt wieder voll besetzt, als die vierköpfige Gesangsgruppe, begleitet von einer Harfe, zwei Zithern und zwei Hackbrettern, das Programm mit „Ave Maria“ eröffneten. Einige Lieder besangen die Verkündigung der Geburt Jesu an Maria durch einen Engel. Beim „Ave Maria der Berge“ unterstrich der Sänger die Stimmung mit dem Akkordeon. Von marienfrommer Glaubensstärke zeugte ein Lied mit dem Refrain „Dass Maria eine Bitte nicht gewährt, ist unerhört in Ewigkeit“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen