Was das Klima alles kann

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Naturpädagoge Alex Rothenbacher zeigt die Vielfalt des Klimas anhand eines Kimaglases.
Naturpädagoge Alex Rothenbacher zeigt die Vielfalt des Klimas anhand eines Kimaglases. (Foto: sz-sel)
Schwäbische Zeitung

Das Wechselspiel von Klima und Pflanzenwuchs kennen die meisten Kinder nur in der Theorie aus den Schulstunden. Doch dass man Pflanzen mit einer einfachen Bastelanleitung auch selbst wunderbar beobachten kann, hat am Dienstag Alex Rothenbacher bewiesen. Eine eigene Miniaturlandschaft zum Forschen hat der Naturpädagoge mit 26 Kindern gebastelt.

Veränderungen im Glas im Forscherbuch festhalten

Am evangelischen Gemeindezentrum wurde vor der Bastelaktion erst anhand einer Erdkugel geklärt, was der Begriff des Klimas überhaupt bedeute. Mit einem Stift und einer kleinen Holzscheibe ausgestattet, wurden danach individuelle Namensschilder gefertigt.

Dann ging es an das Gestalten des eigenen Klimaglases. „Die Kinder sollen dadurch sehen, was das Klima für Auswirkungen auf die Pflanze im Glas hat“, erklärte Alex Rothenbacher. „Wir wollen damit zeigen, dass unser Klima sehr vielseitig ist. Mit einem Forscherbuch können die Kinder daheim dann genau notieren, welche Wetterphänomene mit der Zeit auftauchen und idealerweise eigene Schlüsse daraus ziehen.“

Nachdem sich jeder kleine Klimaforscher am Dienstagmorgen mit einem Glas ausgestattet hatte, erklärte Rothenbacher die einzelnen Schichten in seinem schon fertig gebasteltem Glas.

„Die Idee von diesem Klimaglas habe ich von einer Firma mit Namen Kukuna aus Dornstadt. Zuerst brauchen wir dazu etwas Holzkohle, damit es im Glas nicht anfängt zu schimmeln“, informierte Rothenbacher die Kinder. Wo genau die Kohle eigentlich herkomme, konnte am Dienstag keines der Kinder beantworten. Doch ganz gespannt lauschten sie dem Experten, der eine genaue Antwort geben konnte.

„Das sind abgestorbene Bäume. die haben sich in Millionen von Jahren zusammen gepresst, dass man sie jetzt wieder verbrennen kann“, so Rothenbacher.

Pflanze im Glas alle drei Jahre mit destilliertem Wasser gießen

Auf die Kohle schichteten die Kinder dann Tongranulat und ungedüngte Erde. Als Forscherpflanze wurden kleine Grünlilienpflänzchen verteilt. „Jetzt müssen wir unsere Pflanze nur noch gießen. Das machen wir mit destilliertem Wasser. Aber was ist denn der Unterschied zu unserem normalem Wasser?“, fragte Alex Rothenbacher in die Runde. „Das nimmt Mama immer zum Bügeln“, wusste ein Mädchen. „Genau. Das liegt an dem Kalk in unserem Wasser, da sonst unser Glas beschlagen würde.“ Und auch über den weiteren Fortgang des Wassers im Glas wussten einige schon Bescheid. „Wenn man jetzt den Deckel darauf legt, dann gießt die Pflanze sich von selber“, wusste die aufgeweckte Julia.

„Das Wasser reicht euch für die nächsten drei Jahre. Wenn ihr die Pflanze dann nicht direkt in die Sonne stellt, dann könnt ihr den Kreislauf daheim genau beobachten. Sonst verbrennen die Blätter bei direkter Sonneneinstrahlung“, gab Rothenbacher den Kindern als Tipp weiter.

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