Wallfahrerinnen haben Maria fest im Blick

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Die Wallfahrer zogen von der Stadtpfarrkirche St. Blasius zur Liebfrauenkirche.
Die Wallfahrer zogen von der Stadtpfarrkirche St. Blasius zur Liebfrauenkirche. (Foto: SZ- kö)

Marienlieder singend ist am Mittwoch eine große Schar von Frauen von der Stadtkirche zur Liebfrauenkirche gezogen. Zusammen mit Weibischof Johannes Kreidler, Stadtpfarrer Harald Gehrig, dem stellvertretenden Dekan Harald Talgner von der Seelsorgeeinheit Donau Riß und Pfarrer Otto Glökler von der Alb hatten die Frauen vorab in der Stadtkirche eine Heilige Messe gefeiert. „Schön, dass du uns so die Treue hältst“, begrüßte Stadtpfarrer Gehrig den Weihbischof.

„Mit Maria der Gnade Gottes anvertraut“ war das Thema des Wallfahrtgottesdienstes.

Passend dazu der Predigttext aus dem Lukasevangelium mit der Verkündigung Marias durch den Engel Gabriel. „Fürchte dich nicht, Maria, du hast bei Gott Gnade gefunden“, sagte der Engel zu ihr. Maria antwortete ihm „ich bin die Magd des Herren, mir geschehe, wie du gesagt hast“. „Als Wallfahrer, die mit ihrem Leben unterwegs sind, kommen wir zu Gott und zur Gottes Mutter. Die Gottesmutter symbolisiert für uns ein unbedingtes Willkommen. Wie Maria sind wir auch der Gnade Gottes anvertraut. Die Zusagen des Engels sind unglaubliche Verheißungen“, sagte Kreidler in seiner Predigt. „Wie werden wir heute Gottes gewahr“, stellte der Weihbischof in den Raum. „Wie fühlt es sich an, wenn Gott unsere Wege kreuzt? Der Geist Gottes ist der Schlüssel für Neues, Umwerfendes in unserer Gegenwart“, sagte Kreidler zu den Wallfahrerinnen. Die Frage, ob wir heute noch mit dem Geist Gottes rechnen, hätte mit dem Zustand der menschlichen Seele zu tun. Die und der Geist Gottes sind aufeinander bezogen, wenn wir in unserer Seele offen für den Geist Gottes sind, so der Weihbischof.

„Wo immer wir uns dem Geist Gottes überlassen, erfahren wir, dass Durststrecken aufgebrochen werden. Maria ermuntert uns heute, vertraut dem Heiligen Geist eure Seele an“, predigte Kreidler den Wallfahrerinnen. Die Fürbitten galten den Menschen, denen ihr Leben zu Last geworden ist, Behinderten und Kranken, allen Menschen, die um die elementaren Dinge des Lebens kämpfen müssen, den Kriegsopfern im Nahen Osten.

In der Liebfrauenkirche empfingen die Wallfahrerinnen den eucharistischen Segen, das ist eine Liturgie mit einer besonders feierlichen Form des Segens, der mit der Monstranz gespendet wird, meist im Anschluss an eine Maiandacht.

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