Von Hui Buh, dem Gespenst in Ausbildung

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Als Gespenst in Ausbildung verspukt sich Hui Buh (Mitte) schon einmal ganz gründlich.
Als Gespenst in Ausbildung verspukt sich Hui Buh (Mitte) schon einmal ganz gründlich. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Seit knapp 30 Jahren begeistert das Theater auf Tour in Darmstadt mit beliebten Kindertheaterklassikern, modernen Adaptionen und Uraufführungen. Eine solche präsentierten sechs seiner 18 Schauspieler am Donnerstag in der Lindenhalle mit „Der kleine Hui Buh – verspukt und zugehext“.

Gespenst zu sein, ist gar nicht so einfach, wie es sich anfühlt. Da muss man erst einmal gestorben sein und nicht mehr zu den Sauerstoffatmern gehören. Andererseits sollte doch soviel Geist übriggeblieben sein, dass es für für eine spirituelle Existenz mit gelegentlichem Übergriff ins Diesseits reicht. Wo es doch schon genug Leute gibt, die glauben, Gespenster gäbe es gar nicht.

Aber richtig zu spuken, will erst einmal gelernt sein. Als Ritter wurde Hui Buh verflucht und muss sich nun als Gespenst in Ausbildung seine Spuklizenz erarbeiten. Er träumt davon, eines Tages auf Schloss Burgeck das einzige behördlich zugelassene Gespenst zu sein. Auf dem Dachboden der Schloss-Grundschule befindet sich die Geheimzentrale für Gespenster, Hexen und andere magische Wesen. Hier wird Hui Buh von der Fledermaus Frederik, einem überaus weisen Hexen- und Gespenster-Lehrmeister, ausgebildet. Zu Frederiks Schülern gehört auch das kleine Hexenmädchen Hedda Hex. Vom Charakter her mit Pippi Langstrumpf eng verwandt nimmt sie nach Frederiks Auffassung eben so wie Hui Buh die Spuk- und Hexenausbildung nicht immer ernst genug. „Spuken, schrecken, Grusel wecken“ ist ist eine Kunst, die nicht auf Anhieb gelingt. Da verspukt sich Hui Buh schon einmal mit der Frühstücksdose aus der Schultasche von Elias. In Heddas grüner Hexensuppe bleibt Kobold Kenny kleben. Aber die beiden Freunde haben das Herz am rechten Fleck und helfen, wo sie können. Am Ende löst sich der Spuk zur Freude der rund 400 Kinder und Erwachsenen in Wohlgefallen auf.

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