Versuchter Mord aus Rache? Brandstifter steht demnächst vor Gericht

Lesedauer: 2 Min
Ein Moped, das in Flammen steht
Das brennende Moped. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Wegen versuchten Mordes und Brandstiftung muss sich ein 49-Jähriger vor der Schwurgerichtskammer des Ulmer Landgerichts verantworten. Der Prozess gegen den Mann, der in Ehingen einen Motorroller vor einer Hauswand in Brand setzte, beginnt am Freitag, 17. Januar.

Der 49-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, soll im September 2019 in einer Ehinger Gaststätte am späten Abend in alkoholisiertem Zustand mit einem anderen Gast in eine handgreifliche Auseinandersetzung geraten sein.

Um sich an seinem Kontrahenten zu rächen, soll er danach einen vor der Gaststätte nahe einer Hauswand abgestellten Motorroller, den er irrtümlich für den Roller seines Gegners gehalten haben soll, mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Die abgebrannte Wand.
Die abgebrannte Wand. (Foto: pr)

Die Möglichkeit eines Übergreifens des Feuers auf die Hausfassade soll er ebenso erkannt und in Kauf genommen haben, wie die Möglichkeit, dass Hausbewohner bei einem Brand ums Leben kommen könnten. Das teilt das Landgericht mit. Nur das schnelle Eintreffen der Feuerwehr hat ein Ausbreiten des Brandes auf die gesamte Fassade verhindert.

Dem Angeklagten wird versuchter Mord in vier tateinheitlichen Fällen und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen