Ventur Schöttle seit 50 Jahren im Schwäbischen Albverein

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Für 50 Jahre im Albverein wurde Ventur Schöttle (4.v.l.) zusammen mit drei weiteren langjährigen Mitgliedern ausgezeichnet.
Für 50 Jahre im Albverein wurde Ventur Schöttle (4.v.l.) zusammen mit drei weiteren langjährigen Mitgliedern ausgezeichnet. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Für 50-jährige Mitgliedschaft hat der Schwäbische Albverein am Sonntag in Dächingen bei der Hauptversammlung der Ortsgruppe Altsteußlingen den früheren Landtagsabgeordneten und Staatssekretär Ventur Schöttle aus Granheim geehrt. Sieben Monte dauert es noch, bis er das 90. Lebensjahr vollendet.

Die ihm widerfahrene Ehrung sei nichts Besonderes, sondern nur eine Alterserscheinung, sagte Ventur Schöttle, als Ortsgruppenvorsitzender Emil Renner bekanntgab, dass er schon ein halbes Jahrhundert lang Mitglied des Schwäbischen Albvereins sei. Warum dies so ist, schilderte Ventur Schöttle im Rückblick. Die Landkreise Ehingen und Münsingen bildeten seinen Wahlbezirk, als er 1968 als Nachfolger des legendären Tiberius Fundel aus Anhausen erstmals in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt wurde. Im Auftrag der Landesregierung verhandelte Schöttle über einen Verkauf der Burg Derneck im Lautertal an den Schwäbischen Albverein.

Kaufpreis von einer Mark

„Wenn Sie nicht Mitglied werden, gibt es keine weiteren Verhandlungen“, habe der damalige Albvereinspräsident Georg Fahrbach gesagt. Schöttle trat bei und musste sich prompt von Minsterpräsident Hans Filbinger den Vorwurf gefallen lassen, er stehe jetzt auf der anderen Seite. Schließlich einigten sich die Regierung und der württembergische Wanderverein auf einen symbolischen Kaufpreis von einer Mark, nachdem das Land die Ruine zuvor um das Hunderttausendfache renoviert hatte.

Wandern ist erst im Verein schön

Ulrich Holz

1986 wurde Schöttle Mitglied der für die Wanderfreunde der Ehinger Alb in Altsteußlingen neu gegründeten Ortsgruppe und beteiligte sich zusammen mit seiner Frau rege an deren Aktivitäten. „Wandern ist erst im Verein schön“, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende des Donau-Bussen-Gaus Ulrich Holz die gemeinschaftsstiftende Bedeutung des Albvereins und ehrte außer Ventur Schöttle die Mitglieder Helga Engst, Stefan Kless und Karl Schultes sowie in Abwesenheit Anna Wiedmaier für 25-jährige Vereinstreue.

98 Mitglieder zählt die Ortsgruppe nach Aussage des Vorsitzenden Emil Renner zur Zeit. Zwei davon sind neu beigetreten. Höhepunkt des mit zehn Halbtags- und 27 Ganztagswanderungen ereignisreichen Jahrs war die fünftägige Wanderreise ins Tiroler Zillertal. Zusammen mit Rolf Hoss stellte Wegwart Roman Schuhmacher neue Schilder für 45,8 Kilometer Wanderstrecke auf. Mit Fotos illustrierte er das Wanderjahr 2018.

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