TSG-Handballerinnen: Pokalspiel zur Einstimmung auf die Rückrunde

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Vor der Rückrunde in der Bezirksklasse hat das Team der Ehinger TSG-Trainer Jürgen Prang (l.) und Heinz Binnig (r.) eine schwier
Vor der Rückrunde in der Bezirksklasse hat das Team der Ehinger TSG-Trainer Jürgen Prang (l.) und Heinz Binnig (r.) eine schwierige Pokalaufgabe vor sich. (Foto: SZ-Archiv: mas)

Mit einem Spiel im Bezirkspokal Donau beginnt für die Handballerinnen der TSG Ehingen die zweite Saisonhälfte. Das Team der Trainer Jürgen Prang und Heinz Binnig ist am Sonntag, 14. Januar, beim Landesligisten TV Gerhausen zu Gast. Anwurf in Blaubeuren ist um 17 Uhr. Der Bezirksklasse-Aufsteiger ist in dem Zweitrundenspiel Außenseiter.

„Wir sind definitiv die Underdogs und haben nichts zu verlieren. Wir können völlig befreit aufspielen und wir freuen uns auf ein zusätzliches Trainingsspiel vor dem Start der Rückrunde“, sagt Jürgen Prang. Doch Pokalspiele „haben ihre eigene Dynamik. Mal schauen, was passiert.“ Auch Heinz Binnig hofft auf eine Überraschung gegen den zwei Ligen höher angesiedelten Gegner. „Man braucht nicht in ein Spiel reingehen, wenn man sich nichts ausrechnet. Vielleicht unterschätzt uns Gerhausen auch“, so Binnig, der sich auf die Partie freut: „Es ist schon super, mal gegen einen höherklassigen Gegner zu spielen.“

Noch mehr gefreut hätte man sich bei der TSG über das Heimrecht in dem Pokalduell – worauf der Bezirksklassist Ehingen gegen den Landesligisten Gerhausen zunächst auch gehofft hatte. Doch anders als im HVW-Pokal, in dem das klassentiefere Team in den ersten beiden Runden Heimrecht hat, gibt es eine entsprechende Regel im Bezirkspokal Donau nur für Männer. Dies geht aus den Bestimmungen für den Spielbetrieb des Handballverbandes Württemberg (HVW) und des Handballbezirks Donau hervor. Somit wurde das Heimrecht im Fall der TSG-Handballerinnen nicht gedreht und sie müssen auswärts antreten.

Aber auch wenn die Partie in Ehingen ausgetragen worden wäre – Vorrang für die TSG hat die Punkterunde. Nach der souveränen Meisterschaft in der Kreisliga und dem Aufstieg in die Bezirksklasse hatte das junge Ehinger Team teilweise noch Probleme mit den Anforderungen in der höheren Liga. „Es fehlt bei vielen Spielerinnen noch die Erfahrung. Das ist das größte Manko“, sagt Trainer Binnig. Gerade in hart umkämpften, engen Spielen sei dies ein Nachteil gewesen, so Binnig, der auf die ersten beiden Punktspiele der Saison verweist. Gegen die HSG Friedrichshafen-Fischbach II sprang ein Unentschieden heraus, in Schemmerhofen eine Woche später verlor die TSG (21:23). „Da war mehr drin“, sagt der Trainer. Statt mit 4:0 oder mit 3:1 Punkten zu starten, waren es 1:3.

Nach der Vorrunde und neun Spielen hat die TSG Ehingen 8:10 Punkte, liegt auf Platz fünf – aber mit Ausnahme von Spitzenreiter HC Hohenems, der die Liga beherrscht, liegen die Vereine noch relativ eng beisammen. Ehingen hat vier Punkte Rückstand auf Rang zwei, aber auch nur vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht TSV Bad Saulgau – gegen Saulgau gelang der TSG Ehingen mit 28:13 deren bisher höchster Saisonsieg.

Dieses Spiel, aber auch anderen Partien haben gezeigt, was beim Aufsteiger möglich ist. „Es steckt mehr Potenzial in der Mannschaft, die es nicht immer abgerufen hat“, sagt Binnig. Dies ist in erster Linie dem Alter des Teams geschuldet, in dem auch einige A-Juniorinnen mitspielen, die nach und nach in die „Erste“ eingebaut wurden und teilweise schon nicht mehr wegzudenken sind. Beide Teams, A-Jugend und Frauen, trainieren auch zusammen. Platz drei in der Liga wäre drin, hofft der Trainer auf eine gute Rückrunde. „Dazu muss man aber noch etwas drauflegen.“ Klar ist für Binnig nach den Erfahrungen der Vorrunde: „Bis auf Hohenems können wir jeden Gegner in der Liga schlagen.“

Personell sieht es gut aus

Doch zunächst, eine Woche vor dem Rückrundenauftakt in der Bezirksklasse, steht das Pokalduell beim Landesliga-Tabellenfünften TV Gerhausen an. Personell sieht es gut aus bei der TSG Ehingen. Trainer Prang: „Wir hoffen auf einen vollen Kader.“

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