TSG fühlt sich um den Sieg gebracht

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Die Handballer der TSG Ehingen haben erstmals in der laufenden Bezirksliga-Saison auswärts einen Punkt geholt. 22:22 endete die Begegnung beim Landesliga-Absteiger HSG Friedrichshafen-Fischbach, in der für die Ehinger mehr drin war. Doch die Gäste sahen sich durch eine Reihe von Entscheidungen des Unparteiischen um einen möglichen Sieg gebracht.

„Meine Jungs haben top gespielt, aber der Schiedsrichter wollte offenbar nicht, dass wir gewinnen“, sagte TSG-Trainer Winfried Biberacher. Er verwies auf die Schlussphase der Partie, als die Ehinger ihrem ersten Auswärtserfolg der Saison entgegensteuerten. 22:17 lagen die Gäste vorn, rund dreieinhalb Minuten waren noch zu absolvieren. Während Angriffe der TSG in der Folge wegen vermeintlicher Regelverstöße abgepfiffen wurden und Simon Klug eine aus Sicht von Biberacher unberechtigte Zeitstrafe kassierte, sei die HSG begünstigt worden – und machte so den Fünf-Tore-Rückstand noch wett. Normalerweise „gibt meine Mannschaft das nicht mehr her“, so der Ehinger Trainer.

Winfried Biberacher hatte schon in der ersten Halbzeit Anstoß an einigen Entscheidungen genommen, die dazu geführt hätten, dass die Gäste ins Hintertreffen gerieten. „Wir hatten gut angefangen und den Gegner im Griff“, so der TSG-Trainer. Oskar Bachner und Matthias Kneer erzielten die ersten Treffer zur 2:0-Führung. In der folgenden Viertelstunde folgten nur zwei weitere Tore der Gäste, während Friedrichshafen-Fischbach erst in Führung ging und sich dann absetzte. „Plötzlich lagen wir 4:8 zurück und keiner wusste, warum“, so Biberacher.

Zur Halbzeit führte die HSG 10:8 und der Ehinger Trainer beschwor seine Mannschaft, das Tempo weiter hochzuhalten. „Ich wusste, dass der Gegner unser Tempo nicht mitgehen wird“, sagte Winfried Biberacher. So kam es: Gestützt auf eine starke Abwehr und Torhüter Johannes Reichle, der unter anderem drei Siebenmeter-Strafwürfe des Gegners parierte, holte sich die TSG die Führung und baute sie rasch aus. Beim 18:13 elf Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung erstmals fünf Treffer. Ehingen hielt den Gegner auf die Distanz, ehe in den Schlussminuten die HSG wieder herankam – zum Verdruss von Trainer Biberacher und der TSG-Mannschaft. Den Ehingern, die sich um den Sieg betrogen fühlten, blieb der Trost, nicht mit leeren Händen dazustehen und eine gute Leistung gezeigt zu haben. Winfried Biberacher: „Wenn wir so weiterspielen, habe ich keine Angst.“

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