TSG bewegt seit 170 Jahren die Menschen

Lesedauer: 4 Min
Barbara Körner

170 Jahre alt wird die TSG Ehingen in diesem Jahr und ist dabei mit 2200 Mitgliedern in 15 Abteilungen aktiv wie nie zuvor. Mit einer Ausstellung von Bildern und Zeitungsartikeln aus vergangenen Jahren, Sportzubehör wie Fußballschuhen und Trikots, Pokalen und vielen mehr blickt der Verein in einer Ausstellung in der Sparkasse auf seine Geschichte zurück.

„Die wichtigste Aufgabe eines Sportvereins ist, die Menschen in Bewegung zu bringen“, sagte der Vorsitzende seit 2014, Roland Kuch und ließ die Gäste der Ausstellungseröffnung erstmal zur Seite rücken, damit die Cheerleader-Mädels, die „Jumping Mosquitos“ Platz für ihren Auftritt hatten und zeigen konnten, wie sie der Basketball-Mannschaft einheizen. Kuch erinnerte kurz an das Gründungsjahr 1848, in dem die Vereine aufblühten, bürgerschaftliches Engagement einen hohen Stellenwert bekam und eine Handvoll Männer die Turngemeinde Ehingen ins Leben rief. Bescheiden die damaligen Besitztümer, ein Seil, eine Fahne und ein Trinkhorn. 1861 waren es schon 28 Mitglieder. Heute verfügt die TSG über zwei Rasensportplätze, einen Kunstrasenplatz, zwei Beachvolleyballfelder. Angestrebt werden Umkleideräume bei den einzelnen Sportstätten, so Kuch.

Er dankte der Stadt für die kostenlose Überlassung der Sportstätten, „das ist sonst nicht üblich“, wusste Kuch. Ganz neu bei der TSG ist eine Abteilung, in der Frauen aus arabischen Ländern zusammen Sport treiben können und die für Männer tabu ist.

Für Marielle Appenzeller, die derzeit ein Freiwilliges soziales Jahr bei der TSG macht und die die Ausstellung mit der Hilfe von Elke Brettschneider organisiert hat, gab es als Dankeschön einen Gutschein für einen Fallschirmsprung.

Wandel im Sport

Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann sagte: „Der Wandel, den der Sport im Laufe der Jahrzehnte durchgemacht hat, ist eine Erfolgsgeschichte der TSG. Die 15 Abteilungen sprechen viele Menschen an. Der Sport findet in der Mitte der Gesellschaft statt, führt Menschen zusammen zu Erfolg und Niederlage, zu Breitensport und Spitzensport.“ Baumann sprach auch von den Investitionen der Stadt in den Sport, den Kunstrasenplatz der TSG, die neue Sporthalle beim Johann-Vanotti-Gymnasium, den Kunstrasenplatz der Realschule. Helmut Hipper, Direktor der Sparkasse und Hausherr der Ausstellung, zählte auf, welche Sportprojekte sein Haus unterstützt wie die Bandenwerbung, die Stadionzeitung, den Stadtlauf, den Beach-Cup und den jährlichen Sparkassen-Cup im August. „Da sind wir als Sparkasse gefordert und da sind wir auch da“, versprach Hipper. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung am Montagabend von einem Klarinettentrio unter der Leitung von Volker Frank.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen