TC Ehingen: Underdog vor seiner ersten Württembergliga-Saison

Lesedauer: 5 Min

Markus Bartosch, der zuletzt für den TC Friedrichshafen spielte, verstärkt die in die Württembergliga aufgestiegenen Herren I d
Markus Bartosch, der zuletzt für den TC Friedrichshafen spielte, verstärkt die in die Württembergliga aufgestiegenen Herren I des TC Ehingen. (Foto: SZ-Archiv: gkr)

Neuer Modus: Erst Doppel, dann Einzel

Die Herren I des TC Ehingen müssen sich nicht nur auf eine ihnen bisher unbekannte Liga und andere Gegner einstellen, sondern auch auf einen neuen Modus: Statt erst die Einzel zu spielen und abschließend die Doppel, wird nun mit den Doppeln begonnen und anschließend folgen die Einzel. Diese Änderung gilt nur für die höchste Spielklasse des Württembergischen Tennisbundes (WTB), die Württembergliga. „Der Verband will es testen, um die Begegnungen attraktiver zu machen“, sagt Jiri Heinisch, Trainer und Spieler des TC Ehingen. Wenn eine Begegnung nach den Einzeln bereits entschieden war, ließ man es im Doppel oft ruhiger angehen. Heinisch begrüßte den Modus weder noch verurteilte er ihn. „Im Einzel hat man oft schon gesehen, wie der Gegner dann im Doppel spielt. Das fällt jetzt weg“, so Jiri Heinisch. „Aber das ist für alle Mannschaften gleich. Für uns kann das ein Vorteil oder ein Nachteil sein.“ Nach der Saison, mit den ersten Erfahrungen, ist man schlauer. (aw)

Einklappen  Ausklappen 

Neuland betreten die Tennis-Herren I des TC Ehingen ab Sonntag, 17. Juni. Nach dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft 2017 spielt der TC erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Württembergliga. In der dritthöchsten deutschen Spielklasse haben sich die Ehinger ein bisher unerreichtes Ziel gesetzt: Sie wollen als erste Mannschaft aus dem Tennisbezirk F nicht postwendend wieder absteigen.

Zuletzt hatte es aus dem Bezirk F, der sich von Ulm bis zum Bodensee erstreckt, der TC Friedrichshafen versucht. Doch die Häfler, auch gehandicapt durch den kurzfristigen Weggang ihrer Nummer eins, Pirmin Hänle, gewannen in der Saison 2017 nur eine von sieben Begegnungen, wurden Vorletzte und mussten die Württembergliga wieder verlassen. Die Ehinger machen sich keine Illusionen. Auch für sie wird es um nichts anderes gehen, als zu versuchen, in der Liga zu bleiben „Bei drei Absteigern ist das eine große Herausforderung“, sagt Trainer und Spieler Jiri Heinisch. „Wenn es schlecht läuft, reichen auch drei Siege nicht.“

Zwei Argentinier bei Geroksruhe

Doch auch die drei Siege muss der TC Ehingen erst einmal erzielen. Heinisch verweist auf die von der Konkurrenz gemeldeten Mannschaften. „Teilweise haben unsere Gegner Bundesliga-Spieler gemeldet.“ Außerdem finden sich bei den anderen Teams auf den ersten Plätzen der Setzliste fast ausschließlich Spieler aus dem Ausland und zum Teil deutlich mehr Cracks mit Spielstärke Leistungsklasse (LK) 1. Ein Beispiel: Die zweite Mannschaft des Zweitligisten TV Reutlingen bietet zwei Dutzend Spieler mit LK 1 auf, beim TC Ehingen sind es nur vier. Geroksruhe, erster Gegner des TCE am Sonntag, 17. Juni, hat fünf LK1-Spieler, darunter zwei Argentinier auf den ersten beiden Positionen und, an drei gesetzt, einen Franzosen. Ob die Ehinger Gegner immer in Bestbesetzung antreten, wird sich zeigen. „Das kommt darauf an, gegen wen sie spielen“, sagt Heinisch. „Aber anfangs werden sie schon versuchen, mit der stärksten Mannschaft zu spielen.“

Der TC Ehingen geht seine neue Herausforderung mit einem weitgehend unveränderten Aufgebot an. Neu hinzugekommen ist der Blausteiner Markus Bartosch, der zuletzt für den TC Friedrichshafen gespielt hat. Der 32-jährige Bartosch ist an Nummer zwei gesetzt hinter dem in Biberach wohnhaften Karel Vesecky, der vor der Saison 2017 zum TCE gestoßen war. Neu im Team ist neben Bartosch auch Christopher Waite aus Senden, der an Position fünf geführt wird. „Wir haben uns noch zwei Jungs aus der Umgebung geholt“, sagt Heinisch. Auf Importspieler aus dem Ausland, die zu den Spielen einfliegen, verzichtet der Verein. Nicht mehr beim TC Ehingen ist Ermis Tsiantaris, der im vergangenen Jahr an Position sieben geführt wurde und in Kempten als Trainer arbeitet.

Den Ehingern, die 2017 mit sieben Siegen in sieben Partien souverän Oberliga-Meister geworden waren, ist klar, dass sie nur Außenseiter vor einer schwierigen Mission sind. „Der Unterschied zwischen der Oberliga und der Württembergliga ist riesig, vor allem auch in finanzieller Hinsicht“, sagt Jiri Heinisch. „Manche Vereine haben ein Budget für nur eine Mannschaft, das den gesamten Ausgaben unseres Clubs entspricht.“

Gleichwohl freut man sich beim TC Ehingen auf die Württembergliga-Runde. „Wir haben es aus eigener Kraft so weit geschafft“, so Heinisch. „Und das Ziel ist, es einfach mal zu probieren.“

Württembergliga, Spiele der TC-Herren

Sonntag, 17. Juni, 10 Uhr: TC Ehingen – STG Geroksruhe

Sonntag, 24. Juni, 10 Uhr: TC Doggenburg – TC Ehingen

Sonntag, 1. Juli, 10 Uhr: TC Ehingen – TV Reutlingen II

Sonntag, 8. Juli, 10 Uhr: TSG Backnang – TC Ehingen

Sonntag, 15. Juli, 10 Uhr: TC Ehingen – TC Markwasen Reutlingen

Samstag, 21. Juli, 10 Uhr: TC Ehingen – SV Leingarten

Sonntag, 22. Juli, 11 Uhr: SV Böblingen – TC Ehingen

Neuer Modus: Erst Doppel, dann Einzel

Die Herren I des TC Ehingen müssen sich nicht nur auf eine ihnen bisher unbekannte Liga und andere Gegner einstellen, sondern auch auf einen neuen Modus: Statt erst die Einzel zu spielen und abschließend die Doppel, wird nun mit den Doppeln begonnen und anschließend folgen die Einzel. Diese Änderung gilt nur für die höchste Spielklasse des Württembergischen Tennisbundes (WTB), die Württembergliga. „Der Verband will es testen, um die Begegnungen attraktiver zu machen“, sagt Jiri Heinisch, Trainer und Spieler des TC Ehingen. Wenn eine Begegnung nach den Einzeln bereits entschieden war, ließ man es im Doppel oft ruhiger angehen. Heinisch begrüßte den Modus weder noch verurteilte er ihn. „Im Einzel hat man oft schon gesehen, wie der Gegner dann im Doppel spielt. Das fällt jetzt weg“, so Jiri Heinisch. „Aber das ist für alle Mannschaften gleich. Für uns kann das ein Vorteil oder ein Nachteil sein.“ Nach der Saison, mit den ersten Erfahrungen, ist man schlauer. (aw)

Einklappen  Ausklappen 
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen