TC Ehingen: Eine Saison ohne das nötige Glück

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Fühlten sich in der Württembergliga teilweise unter Wert geschlagen: die Herren I des TC Ehingen um Trainer Jiri Heinisch (r.,
Fühlten sich in der Württembergliga teilweise unter Wert geschlagen: die Herren I des TC Ehingen um Trainer Jiri Heinisch (r., hier neben Markus Bartosch). (Foto: SZ-Archiv: mas)

SV Böblingen – TC Ehingen 7:2. Einzel: Franjo Raspudic – Karel Vesecky 6:0, 7:6; Nic Wiedenhorn – Markus Bartosch 6:4, 6:2; Luka Shane Eble – Petar Trendafilov 3:6, 4:6; Tim Stierle – Maximilian Boewer-Stelter 7:5, 6:2; Philippe Zehender – Christopher Waite 2:6, 0:6; Thomas Mollekopf – Johannes Knoll 6:2, 6:1. Doppel: Raspudic/Wiedenhorn – Vesecky/Bartosch 7:5, 6:3; Eble/Zehender – Trendafilov/Boewer-Stelter 6:7, 6:3, 10:8; Stierle/Mollekopf – Waite/Knoll 4:6, 6:1, 10:6.

Ein Sieg ist den Herren I des TC Ehingen auch zum Abschluss der ersten Saison des Vereins in der Tennis-Württembergliga nicht vergönnt gewesen: Die schon vor der Begegnung als Absteiger feststehenden TC-Herren verloren am letzten Spieltag mit 2:7 bei der Sportvereinigung Böblingen, die sich auf den fünften und damit ersten Nichtabstiegsplatz verbesserte.

Dass die Saison in der Württembergliga schwer werden würde für den Neuling TC Ehingen, war den Verantwortlichen und Spielern schon vor dem ersten Aufschlag bewusst. Drei Absteiger gibt es (bei insgesamt acht Teams), zudem hatte sich noch eine Mannschaft aus dem Tennisbezirk F, dem die Ehinger angehören, länger als eine Saison in Folge in dieser Spielklasse behauptet. Auch dem TC erging es nicht anders. Dass die Ehinger als Tabellenletzte und ohne Mannschaftserfolg wieder in die Oberliga abstiegen, war aus Sicht von Trainer und Spieler Jiri Heinisch aber nicht gerecht. Er sah das TC-Team teilweise unter Wert geschlagen. „Einzelne Gegner wie Leingarten oder Reutlingen II waren extrem stark“, so Heinisch. Gegen die anderen Teams sei am jeweiligen Spieltag mehr möglich gewesen.

Heinisch verwies auf die vielen im Matchtiebreak verlorenen Spiele. Im letzten Spiel in Böblingen, in dem Heinisch selbst zugunsten von Johannes Knoll aus der zweiten Mannschaft auf einen Einsatz verzichtete („Spieler wie Knoll oder Philipp Kober, der in den Begegnungen davor dabei war, sollten auch Württembergliga-Erfahrung sammeln“), war der TC in zwei der drei Doppeln zu Beginn der Begegnung knapp im dritten Satz unterlegen. So stand es vor den Einzeln 0:3, obwohl eine 2:1-Führung möglich war. Gegen Markwasen Reutlingen (3:6) wurden ebenfalls zwei Matchtiebreaks gespielt, beide gewann Reutlingen. Gegen Backnang (4:5) gingen fünf der neun Einzel über drei Sätze – drei entschied Backnang für sich, zwei Ehingen. Im ersten Saisonspiel gegen Geroksruhe (4:5) gab es lediglich einen Matchtiebreak, der aber mit ausschlaggebend war für die knappe TC-Niederlage. „Im Jahr davor in der Oberliga hatten wir das Glück, diesmal hat es uns gefehlt“, sagt Heinisch. „Es hat halt nicht geklappt.“

Der TC Ehingen nimmt dennoch viel Positives mit, trotz des Abstiegs aus der Württembergliga. „Man hat gesehen, dass wir mitspielen können“, so Jiri Heinisch. „Außerdem wurde super Tennis geboten, wie wir es in Ehingen bisher noch nicht gesehen haben.“ Auch Zuschauer von außerhalb seien zur Anlage des TC am Freibad gekommen, um sich die Spiele gegen hochkarätige Gegner und einige bekannte Gesichter – wie Ex-Profi Michael Berrer, der für den TV Reutlingen II aktiv ist – anzuschauen.

Ob der Verein in der Saison 2019 in der Oberliga die Meisterschaft und damit die direkte Rückkehr in die Württembergliga anpeilt, ließ Heinisch offen. Zu frisch ist noch die gerade abgelaufene Saison, zu weit weg das nächste Spieljahr 2019. Zudem ist die Besetzung der Herren-I-Mannschaft für das kommende Jahr offen. Ob das Team zusammenbleibe, „ist so knapp nach der Runde schwierig zu sagen. Da muss man einige Zeit abwarten“, so der TC-Trainer. „Erst muss man etwas Abstand gewinnen, dann werden wir anfangen zu planen und uns neue Ziele setzen.“

SV Böblingen – TC Ehingen 7:2. Einzel: Franjo Raspudic – Karel Vesecky 6:0, 7:6; Nic Wiedenhorn – Markus Bartosch 6:4, 6:2; Luka Shane Eble – Petar Trendafilov 3:6, 4:6; Tim Stierle – Maximilian Boewer-Stelter 7:5, 6:2; Philippe Zehender – Christopher Waite 2:6, 0:6; Thomas Mollekopf – Johannes Knoll 6:2, 6:1. Doppel: Raspudic/Wiedenhorn – Vesecky/Bartosch 7:5, 6:3; Eble/Zehender – Trendafilov/Boewer-Stelter 6:7, 6:3, 10:8; Stierle/Mollekopf – Waite/Knoll 4:6, 6:1, 10:6.

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