Tag der offnene Gärten wird gut angenommen

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Bei Familie Mantz im Schlaufenbühl wurden die Besucher von den Gartenzwergen Oscar und Valentin empfangen
Bei Familie Mantz im Schlaufenbühl wurden die Besucher von den Gartenzwergen Oscar und Valentin empfangen (Foto: SZ- kö)
Barbara Körner

Zu Fuß, mit dem Rad und bei weiteren Anfahrten auch mit dem Auto haben Sonntagsausflügler die geöffneten Gärten in Privathaushalten, der VHS, der Gartenfreunde und der Stadtgärtnerei angesteuert, um einmal mehr als einen Blick über den Zaun zu werfen.

Ein einziges Blütenmeer war die Stadtgärtnerei in der Scheibengasse. „Ja, bei uns blüht alles wunderbar“, meinte Stadtgärtner Jürgen Andelfinger:Eisbegonien, Tagetes, Tränendes Herz, Knollenbegonien, Bougainvillea, alles stand in voller Blüte. In dieser Woche sollen diese Pflanzen überall in der Stadt ihren Platz finden, erklärte Andelfinger Bettina und Heidi Reiber. Die großen Kübel mit den Bougainvilleas kommen auf den Marktplatz und in den Kreisverkehr an der Schmiechtaltangente. Die Eisbegonien werden in großen Beeten am Groggensee eingepflanzt. Die Jungpflanzen kauft die Stadtgärtnerei aber ein, so Andelfinger.

Immer etwas Blühendes und immer etwas zum Naschen wollte die Landschaftsgärtnerin Annette Schellenberg in ihrem Garten in der Michel-Buck-Straße haben. Die Monatserdbeeren tragen den ganzen Sommer, die Bayern-Kiwi sind zwar klein, aber lecker und brauchen einen warmen Sommer. „Eine Felsenbirne gehört in jeden Garten, sie blüht weiß, die Früchte sind klein und schwarz, man kann sie gut roh essen“, sagte Annette Schellenberg. „Ich bin immer am Schnippeln bei den vielen Gehölzen, aber es ist überschaubar und macht auch nichts, wenn ich mal vier Wochen nichts mache.“

Bei Gudrun Sigloch-Holtz ist das Gärtnern genetisch bedingt. Ihr Reihenhausgarten im Primelweg ist ein kleines Paradies, in dem immer etwas blüht. Der kaputte Grabstein der Großmutter ist ebenso integriert wie der vom Steinmetz geschenkte Grenzstein mit dem Wappen eines Abtes. Die Rosen kommen aus England: „Mein Prinzip ist, den ganzen Garten zuzupflanzen, dann gibt es kein Unkraut.“ Eine Attraktion für Alexa, Lorena und Mariella, die mit ihren Eltern vorbeischauten, waren aber die Hasen von Sofia Gaach, die auch im Haus wohnt.

Kathrin Brosch hat ihren Garten mit einem Swimming-Pool übernommen. Wie daraus ein wunderschöner Naturteich mit Goldfischen wurde, ist mit Bildern dokumentiert. 18 Tonnen Kies wurden aufgefüllt, ein Teil tiefer gelassen als Rückzugsort für die Fische. Zusammen mit dem verstorbenen Freund der Familie, Gartenbauingenieur Eckehard Holtz, hat Kathrin Brosch den sehr großen Garten angelegt. Hauptsächlich in den Ferien widmet sich die Rektorin ihrem Garten. „Aber das Gemüse muss man regelmäßig hacken und jeden Tag gießen“, sagte sie. Die Plastiken hat ihre Freundin geschaffen. Bei Familie Mantz im Schlaufenbühl wurden die Besucher von den Gartenzwergen Oscar und Valentin empfangen und zu ihrem Lieblingsplatz einem Teich geleitet. Die Plätzchen für die Gäste haben auch sie gebacken, erzählten sie stolz. Oma Elisabeth die Initiatorin der Aktion „offene Gärten“ erzählte den Besuchern, dass noch vor kurzem große Erdarbeiten im Garten vorgenommen wurden und der Zaun neu gesetzt werden musste.

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