Szenario: Kinder zündeln

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Die Feuerwehr Rißtissen bei ihrer Übung.
Die Feuerwehr Rißtissen bei ihrer Übung. (Foto: SZ- kö)

Die Feuerwehr Rißtissen hat bei der Jahreshauptübung ihre Schlagkraft unter Beweis gestellt. In einem leerstehenden Haus hatten Kinder in einem Raum wohl gezündelt, Rauch drang aus einem Fenster nach außen, war das angenommene Szenario. „Wenn man die Tür zu diesem Zimmer öffnet, brennt es schnell im ganzen Haus und es ist vor allem sofort verraucht“, erklärte Kommandant Ralf Glöggler den vielen Zuschauern. Die Jugendfeuerwehr rückte zuerst an und zeigte mit einem Rauchvorhang an der Haustür, wie das Übertreten des Rauchs verhindert wird, so dass der Zimmerbrand gezielt gelöscht werden kann.

Nachdem die Jugendfeuerwehr wieder abgerückt war, gab es Alarm für die Aktiven, die auch nach sieben Minuten am Brandort eintrafen, Glöggler kontrollierte das genau. Dem Einsatzfahrzeug folgte der MTW mit Gerätewagen-Transport. „Wir haben in Rißtissen 7000 Sandsäcke gelagert, dafür eignet sich der Gerätewagen sehr gut“, sagte Glöggler. Mit dem MTW wird eine Riegelstellung aufgebaut, um anliegende Häuser vor einem Übergreifen des Brandes zu schützen.

Die anderen Feuerwehrkameraden legten am Fenster eine Leiter an, um so zwei Kinder ins Freie zu holen, während sich die Atemschutzträger durch die Haustür einen Weg nach oben bahnten und zwei Kinder aus dem brennenden Haus zu befreien. Einer musste auf einer Trage nach außen gebracht werden. Mit einem Drucklüfter wurde das Haus rauchfrei gemacht. Gleichzeitig wurde die Trainingspuppe für Beatmung und Herzdruckmassage der Bevölkerung vorgeführt. Ortsvorsteher Markus Stirmlinger und die Zuschauer waren mit ihrer Feuerwehr nach dieser Übung hochzufrieden.

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