Stimmungsfeuerwerk zum Ende des Kreismusikfests

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Sašo Avsenik (r.) und seine Oberkrainer krönten das Fest mit einem fulminanten Abschluss.
Sašo Avsenik (r.) und seine Oberkrainer krönten das Fest mit einem fulminanten Abschluss. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Mit einem grandiosen Stimmungsfeuerwerk haben Sašo Avsenik und seine Oberkrainer am Montag das Kreismusikfest in Kirchen beschlossen. Das von der Show überwältigte Publikum gratulierte dem Enkel des berühmten Slavko Avsenik zum Geburtstag. Er vollendete am Tag seines Auftritts in Kirchen sein 27. Lebensjahr.

„Kann es einen schöneren Abschluss für ein Kreismusikfest geben?“, fragte der vom fulminanten Ausklang am Montagabend überwältigte Moderator Didi Huber am Ende ins voll besetzte Festzelt und erntete stürmischen Applaus. Mit solchem hatte das Publikum zuvor vielfach die erfolgreiche Fortsetzung einer Musikgeschichte bejubelt, die vor 65 Jahren ihren Anfang nahm und vermutlich noch lange nicht zu Ende ist. Sound und Rhythmus der Oberkrainer Musik berühren die Gemüter der Zuhörer allenthalben noch wie einst, als Sašo Avseniks Großvater Slavko vom Skispringer in der jugoslawischen Nationalmannschaft zum Akkordeonisten mutierte und mit seinem „Original Oberkrainer Quintett“ international bekannt zu werden begann.

Berühmter Großvater

31 Goldene Schallplatten, eine Platin-Schallplatte sowie eine Diamantene Schallplatte und mehr als 36 Millionen verkaufte Tonträger waren die Folge. Slavko zu Ehren produzierte die Matthias Hohner AG in Trossingen eine Sonderserie des Akkordeonmodells „Morino V+“, und Enkel Sašo spielt nichts anderes. Hervorragend übrigens, wie jeder am Montag feststellen konnte, vor allem, als die vitale Truppe sich zum Schluss mitten im Publikum platzierte und bewies, dass der berühmte Oberkrainersound auch völlig ohne Verstärker und Lautsprecher verdammt gut tönt und das Gefühl berührt.

Das Trompetenecho wird noch lange nachhallen. Dafür sorgen neben Sašo Aleš Jurman, Larisa Majcen, Matic Plevel, Mitja Skočaj, Jan Tamše und Dejan Zupan. Sie alle überraschte der vom Musikverein Dächingen ausgeliehene Moderator Didi Huber, als er nach der Autogrammpause das Mikrofon ergriff und Sašo Avsenik zum 27. Geburtstag gratulierte. Der fiel zufällig auf den letzten Tag des Kreismusikfestes. Kirchens Musikvereinsvizepräsident Reinhold Schrode überreichte die üblichen regionalen Landprodukte als Geschenk. Die Oberkrainer gratulierten ihrerseits ihrem Fan Roland Keller aus Merklingen. Er hatte am selben Tag den 49. Geburtstag. Das „Glück im Schwarzwald“ spielten sie für Matthias Martin aus Wernau. Mit böhmischen Titeln wie „Kannst du Knödel kochen?“ und „Rosamunde“ (Škoda lásky) stimmten die Stehbachmusikanten unter der Leitung von Steffen Lepple auf den fantastischen Ausklang ein.

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