Steeples verlieren in Hamburg deutlich

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 Die Hamburg Towers (Andrew Barham, rechts, hier gegen Tim Hasbargen) ließen die Steeples ins Leere laufen.
Die Hamburg Towers (Andrew Barham, rechts, hier gegen Tim Hasbargen) ließen die Steeples ins Leere laufen. (Foto: Imago)

Das Team Ehingen Urspring ist auch in seinem vierten Auswärtsspiel der Saison leer ausgegangen. Am Freitagabend verloren die Steeples beim Aufstiegsanwärter Hamburg Towers 81:105. Die zu Hause weiter ungeschlagenen Hamburger waren in vielen Belangen überlegen.

Die Begegnung begann flott, doch in der Defensive waren beide Mannschaften nachlässig. Hüben wie drüben fanden die Angreifer leicht den Weg zum Korb und punkteten. Hamburg legte stets vor, Ehingen Urspring zog nach. Bis zum 14:13 war es knapp, dann verwandelte Andrew Barham den ersten Dreier von Hamburg zum 17:13. Justin Raffington, Ex-Urspringschüler und einer der auffälligsten Spieler des Abends, erhöhte nach einem Ballverlust der Steeples auf 19:13.

Bis Ende des ersten Abschnitts hielten die Towers ihren Gegner auf Distanz und gingen mit einem 25:17-Vorsprung ins zweite Viertel. Temporeich, bisweilen hektisch begannen auch die zweiten zehn Minuten. Anders als im ersten Abschnitt passten die Verteidiger aber besser auf und packten auch zu. Die Grenze von fünf Mannschaftsfouls, von der beide Teams im ersten Viertel weit entfernt waren, war im zweiten Abschnitt nach etwas mehr als der Hälfte der zehn Minuten bereits erreicht.

Hamburg setzte sich weiter ab, führte bald 30:19 – erstmals lagen mehr als zehn Punkte zwischen beiden Teams. Rayshawn Simmons, am Ende punktbester Werfer der Steeples, brachte die Gäste auf 30:23 heran, ehe Raffington den Elf-Punkte-Abstand wiederherstellte (34:23). In der Folge versenkte Beau Beech zwei Dreier, aber auch Ehingen Urspring traf, wenn auch nicht aus der Distanz – die Quote bei den Dreiern war einer der Unterschiede nicht nur in der ersten Halbzeit: Bis dahin hatten die Steeples nur einen ihrer acht Versuche (13 Prozent) verwandelt, während Hamburg drei von acht getroffen hatte (38 Prozent). Deutlicher klaffte die Lücke bei den Rebounds, da hatten die Hanseaten mit 25:15 die Nase vorn. Dies schlug sich auch im Halbzeitergebnis nieder, die Towers hatten mit 46:32 die Nase vorn.

Der Start nach dem Seitenwechsel erschien wie eine Kopie der ersten Spielminuten. Beide Teams schlossen schnell ab, oft kaum gestört vom Gegner. 52:38 führte der Gastgeber, dann erhöhte Beech noch auf 55:38. Bonifant verkürzte auf 55:40, ehe Ehingen Urspring zweieinhalb Minuten keinen Punkt erzielte. Die Towers legten einen 10:0-Lauf hin, vor allem dank des 2,06 Meter großen Justin Raffington, der sich unter den Körben austobte und auch austoben durfte.

Beim 65:40 schien eine Vorentscheidung zugunsten Hamburgs gefallen. Doch die Steeples steckten nicht auf, kämpften sich heran. Kevin Yebo, Rayshawn Simmons und Dan Monteroso verkürzten auf 57:52, ehe einmal mehr Raffington und Malik Müller aus der Distanz den Abstand wieder auf 20 Punkte ausbauten (72:52). Nach 30 Minuten stand es 73:57.

Hamburger Führung schmilzt

Die Steeples starteten mit neun Punkten in eineinhalb Minuten stark ins letzte Viertel. Hamburg setzte dem nur einen Treffer entgegen, der Vorsprung der Towers schmolz auf neun Punkte (75:66). Doch so schnell die Hoffnung für die Gäste aufkeimte, so schnell zertrat der Gastgeber das zarte Pflänzchen wieder. Der Wucht von Raffington, am Ende mit 26 Punkten Topscorer der Partie (hinzu kamen acht Rebounds), der Finesse von Achmadschah Zazai und der Treffsicherheit von Andrew Barham, der drei Minuten vor Schluss mit zwei Dreiern zum 94:75 und 97:75 letzte Zweifel am Hamburger Erfolg wegwischte, hatten die Steeples wenig entgegenzusetzen.

Der 17-jährige Justus Hollatz riss mit seinem Dreier die 100-Punkte-Marke, erneut Hollatz und mit einem Freiwurf der 20-jährige Osaro Igbineweka packten weitere Punkte drauf für die Hamburger, doch auch die Steeples betrieben noch ein wenig Ergebniskosmetik. Daran, dass auch das letzte Viertel an die Towers ging und ihr Sieg klar ausfiel, ändete sich aber nichts.

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