Steeples reisen zu heimschwachen Rostockern

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Vor großer Kulisse treten die Steeples um Kevin Yebo (r.) bei den Rostock Seawolves an.
Vor großer Kulisse treten die Steeples um Kevin Yebo (r.) bei den Rostock Seawolves an. (Foto: Archivoto: MaS)
Sven Koukal

Auf der Straße trennen die Basketballer des Teams Ehingen Urspring rund 840 Kilometer von den Rostock Seawolves, in der Tabelle sind es exakt vier Zähler. Beide Mannschaften visieren am Samstag, 16. März, ab 19.30 Uhr, den nächsten Sieg an. Am 28. Spieltag kämpfen die Teams darum, einen Schritt näher Richtung Endrunde zu rücken. „Rostock ist ein harter Brocken, ein harter Gegner. Auf uns wartet ein schwieriges Spiel“, schickt Steeples-Trainer Domenik Reinboth voraus – und eine vergleichsweise lange Reise.

Die Ausgangslage ist bedeutend anders als noch beim ersten Aufeinandertreffen, der dritten Partie der damals noch jungen Saison. „Wir sind nun ein anderes Team, Rostock ist nun ein anderes Team“, sagt Reinboth und verweist in einem Atemzug auf die Gefährlichkeit des Gegners: Rostock sei nicht der typische Aufsteiger, habe ein sehr gutes Budget, einen entsprechend breiten und tiefen Kader. Etwa mit Martin Bogdanov verfügen die Gastgeber über einen bundesligaerfahrenen Spielmacher.

Die gegen Ende sehr enge Aufholjagd im ersten Spiel, die am Ende bei der 77:80-Niederlage nicht belohnt wurde, sei dementsprechend nicht mehr allzu präsent in den Köpfen seiner Spieler, bestätigt Reinboth. Der Fokus liege nicht so sehr auf dem letzten direkten Duell, sondern vielmehr darauf, die richtigen Lehren aus den drei Niederlagen der vergangenen vier Ligaspiel zu ziehen. „Es gilt, sich auf unsere Stärken und Schwächen zu konzentrieren, wir sind entsprechend motiviert“, sagt der Steeples-Coach. „Wir müssen über 40 Minuten hinweg eine Konstanz reinbringen“, gibt er als Ziel für Rostock aus.

Es komme seiner Ansicht nach auf die richtige „Energieleistung“ an, die etwa beim Spiel gegen Heidelberg nur für drei Viertel gepasst habe. Auch gegen Hamburg sei dem Team „am Ende die Puste ausgegangen“. Durch die Niederlage am vergangenen Spieltag sei der Kampf um den Einzug in die Play-offs noch enger geworden. Der eine weitere Sieg sichere nicht mehr automatisch die Qualifikation, daher müssen nun beim Saison-Schlussspurt alle Kräfte mobilisiert werden.

Der Trainer kann für Samstag mit seinem kompletten Kader planen: „Alle sind fit.“ Gingen in der Vorwoche noch Spielmacher RayShawn Simmons und Topscorer Kevin Yebo angeschlagen ins Spiel, rückten Dominique Uhl und Gianni Otto ins Team zu Beginn. Über die Starting Five für Rostock entscheide Reinboth dennoch nicht lange im Voraus.

Trotz der Heimschwäche der Rostocker wartet auf die Steeples eine schwierige Aufgabe vor großer Kulisse. In der Stadthalle sind regelmäßig bis zu 3000 Zuschauer, um ihr Team anzufeuern. Mit einem Sieg will sich das Team Ehingen Urspring für die Reise in den hohen Norden belohnen, um weiter von den Play-offs träumen zu können.

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