Stadtpfarrer Gehrig segnet die Gräber auf dem Friedhof

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Den Verstorbenen gedachten am Freitag Hunderte auf dem Friedhof.
Den Verstorbenen gedachten am Freitag Hunderte auf dem Friedhof. (Foto: Körner)

Schon seit Tagen sind die Gräber auf dem Ehinger Friedhof herbstlich geschmückt, auf vielen brennt ein Licht. Dieses Licht gilt als Symbol des ewigen Lichtes und soll den Verstorbenen Kraft und Wärme geben. Zu Hunderten sind an Allerheiligen die katholischen Christen zu den Gräbern ihrer Angehörigen und Freunde gekommen, um ihrer zu gedenken und mit Stadtpfarrer Harald Gehrig Andacht zu halten.

Musikalisch begleitet haben diese Andacht Bläser der Stadtkapelle. „Wir haben uns hier an den Gräbern unserer Lieben versammelt in der Zuversicht, dass ihnen eine Heimat geschenkt ist, eine Heimat vor Gott“, sagte der Stadtpfarrer. „So stehen wir wir voller Trost und Hoffnung an den Gräbern. Viele, die mit uns gelebt haben, sind uns vorausgegangen und werden nicht tot bleiben, weil Gott ein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist“, tröstete Gehrig die trauernden Angehörigen.

„Nur Gast auf Erden“

„Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh der ewigen Heimat zu“, sangen die Gläubigen. In der Lesung aus dem Thessalonikerbrief des Paulus hieß es „damit ihr nicht trauert wie die, die keine Hoffnung haben, wir werden für immer bei dem Herren sein“.

Gehrig sagte in seiner Predigt: „Den Satz, das Leben geht weiter, wird bei einem Todesfall oft gehört. So einfach geht das Leben eben nicht weiter, von einem Tag an ist es leerer und einsamer. Das irdische Leben ist zu Ende, aber wir glauben, dass unsere Lieben weiterleben im Reich unseres himmlischen Vaters und dort findet es seine Vollendung – das Leben in Fülle. Und wenn wir sagen, das Leben geht weiter, sehen wir so das ewige Leben“. Weiter sagte der Stadtpfarrer: „Wir trauern nicht wie die, die keine Hoffnung haben, wir dürfen die Auferstehung unserer Toten feiern“.

Gemeinsam sang er mit den Friedhofsbesuchern: „Ich will dich lieben, meine Stärke“. Die Fürbitten galten allen Toten, dass sie in Gott Erfüllung finden, dass das Gute, das die verstorbenen Eltern und Geschwister getan haben, Früchte trägt, dass Gott alle, die dem Tod nahe sind, vom Tod zum Leben führt. Gehrig betete „Im Glauben sind uns unsere Toten nahe“ und sprach mit den Angehörigen das Glaubensbekenntnis.

Während die Friedhofsbesucher sangen „Christ ist erstanden“ segnete der Stadtpfarrer die Gräber.

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