Spektakulärer Brückenhub: Liebherr-Kran arbeitet auf engstem Raum

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Fast am Ziel: Der Kran beim Absetzen der Eisenbahnbrücke.
Fast am Ziel: Der Kran beim Absetzen der Eisenbahnbrücke. (Foto: Liebherr)
Schwäbische Zeitung

Ein Liebherr-Raupenkran vom Typ LR 11000 hat mit dem Ballastführungssystem „V-Frame“ erste Einsätze in der Praxis erfolgreich ausgeführt. Der 1000-Tonnen-Kran des schweizerischen Kranlogistikers Emil Egger absolvierte einen spektakulären Brückenhub bei Lausanne und holte in Basel auch noch ein altes Feuerschiff aus dem Rhein.

Ohne Einsatz des V-Frames wäre die Arbeiten nur mit wesentlich höherem Aufwand möglich gewesen.

Die Brückenbaustelle in Moudon in der Westschweiz hatte es in sich: extrem eingeschränkte Platzverhältnisse, geschützte Bäume und eine schwere Brücke, die mit einem 180-Grad-Schwenk des Krans bei großer Ausladung und folglich mit großem Radius des Schwebeballasts über einen Fluss gesetzt werden musste.

„Ohne den hydraulisch verstellbaren Ballastradius wäre dieser Brückenhub deutlich kostspieliger geworden,“ erläutert Geschäftsführer und Kran-Enthusiast Michael Egger die Vorzüge der Lösung. „Einerseits hätte es aufwändiger und teurer Maßnahmen im Böschungsbereich bedurft, um mit einem Raupenkran näher an die Widerlager fahren zu können. Andererseits wäre eine viel längere Kranpiste für eine Fertigung der Brücke direkt vor dem Widerlager erforderlich gewesen.“

Kran macht Mehraufwand überflüssig

Der V-Frame machte auf dieser Baustelle den Mehraufwand jedoch überflüssig. Die Neuentwicklung aus dem Liebherr-Werk in Ehingen ermöglichte es laut Mitteilung des Unternehmens, den Radius des Schwebeballasts nach Aufnahme der 380 Tonnen schweren Last auf 13 Meter zu reduzieren.

Durch diesen geringen Abstand konnte die Ballast-Palette beim Schwenkvorgang an einer kleinen Reihe geschützter Bäume vorbeigeführt werden. Beim Absetzen der Eisenbahnbrücke auf ihre Widerlager bei einer Ausladung von 38 Metern drückte die hydraulische Ballastführung die 440 Tonnen schwere Derrick-Palette dann auf 28,5 Meter Distanz.

Eine weitere clevere Ausstattung an Eggers Raupenkran sorgte auf der Brückenbaustelle in Moudon zusätzlich für Zeitgewinn: das teilbare Ballast-System VarioTray. Die Möglichkeit, den mittleren Teil des Schwebeballasts auszubolzen, ersparte einen Mobilkran zum Auf- und Abstapeln der Ballastblöcke. „Hier hätten wir aufgrund der Baustellen-Verhältnisse einen großen Kran benötigt – Zeitverlust und Platzbedarf wären enorm gewesen,“ erklärt Egger.

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