So teuer wird der Umbau von Rißtissens Turnhalle

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Der Oberbürgermeister konnte den Rißtissenern die eine oder andere gute Nachricht überbringen.
Der Oberbürgermeister konnte den Rißtissenern die eine oder andere gute Nachricht überbringen. (Foto: SZ- dtp)

Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann hat auf seiner Dialog-Tour Halt in Rißtissen gemacht. Im Sportheim musste er sich kritischen Fragen stellen, außerdem hat er den Rißtissenern eine gute Nachricht überbracht.

Als ein Zuhörer fragte, wie es mit der ersehnten Erweiterung der Turnhalle aussieht, überreichte Baumann dem Ortsvorsteher Markus Stirmlinger einen Umschlag. „Ich habe die Pläne dabei“, verkündete der Oberbürgermeister. „In der nächsten Gemeinderatssitzung werden wir einen Beschluss fassen.“ Die Kosten würden schätzungsweise 3,5 Millionen Euro betragen. Applaus brandete auf. Der Umbau der Halle sei im Zeitraum 2019/2020 vorgesehen.

Bühne geplant

Die Turnhalle soll laut Stirmlinger saniert und erweitert werden. Die Sanierung betrifft laut Ortsvorsteher den Toiletten-, Küchen- und Eingangsbereich. Erweitert werde die Turnhalle um eine Bühne und Umkleideräume. „Es gibt so viele Angebote – für die Vereine ist die Erweiterung sehr wichtig“, erklärt Stirmlinger der „Schwäbischen Zeitung“. Die Vereine bräuchten auch die Möglichkeit, dort Veranstaltungen abhalten zu können. In den bald 50 Jahren ihres Bestehens sei die Turnhalle nie groß verändert worden. Im Zuge der Erneuerung würden auch die Notausgänge auf den neuesten Stand gebracht.

40 Leute waren ins Sportheim gekommen. „Der Verkehr belastet unser ganzes Dorf, das möchte ich Ihnen persönlich mal sagen“, erklärte eine Frau, die sich mindestens zwei stationäre Anlagen wünschte. Man sei an dem Thema dran, erklärte Baumann. „Ich gehe davon aus, dass wir eine Anlage installieren werden, in der Hoffnung, dass es besser wird.“

Ein Fragesteller präsentiert Liste von Fragen

Ein Fragesteller präsentierte aufgebracht eine ganze Liste von Fragen. Warum es keine Straßenlaternen Richtung Sportplatz gibt, warum Rißtissen keinen neuen Zebrastreifen bekommt, Ehingen aber schon. Außerdem seien die Bordsteine nicht genug abgeschrägt, die Jakob-Aker-Straße sei in einem schlechten Zustand und insgesamt gebe es im Ort immer mehr Verkehr und es werde immer schneller gefahren.

„Rißtissen wird nicht benachteiligt“, stellte der Oberbürgermeister klar. Beim Thema Zebrastreifen und Verkehrsbeschränkung müsse man prüfen, was das Rechtssystem hergebe. Um die Jakob-Aker-Straße werde man sich in den nächsten Jahren kümmern, versprach Baumann, dort müsse man sich aber zuerst um den Kanal kümmern. Eine Straßenbeleuchtung lasse sich schnell installieren, wenn bereits ein Kabel gelegt sei.

Neuer Anlauf für Zebrastreifen

Einen Zebrastreifen würden sich die Rißtissener in der Rißstraße auf Höhe der Donau-Iller Bank wünschen, erklärt Stirmlinger der „Schwäbischen Zeitung“. Denn das Verkehrsaufkommen sei groß und die Wege zu den nächstgelegenen Überwegen weit. Die Nachfrage der Überquerenden sei hier zu gering, hieß es in der Vergangenheit. Jetzt sehe man bei der Verwaltung aber gute Chancen, weil sich die Richtlinien geändert haben. „Der Zebrastreifen wird noch einmal beantragt“, sagt Stirmlinger.

Warum man nicht einfach Hubbel auf die Straße baue, um die Geschwindigkeit der Autofahrer in den Griff zu kriegen, wollte jemand wissen. Baumann erklärte, dass dem unter anderem haftungsrechtliche Fragen entgegenstehen – wenn Autofahrer etwa ihren Schaden von der Stadt ersetzt haben wollen. Stirmlinger erklärte, dass Am Bildstöckle, wo es Richtung Sulmetingen geht, schon bald Kunststoff-Schwellen installiert werden, derzeit sei die Straße noch gesperrt.

Stadt arbeitet an Werbesatzung

Auch das große Werbeplakat, das seit etwa drei Monaten an der Durchfahrt von Griesingen Richtung Laupheim steht und für viele Bürger kein schöner Anblick ist, wurde angesprochen. Baumann erklärte, dass der Versuch der Stadt, dieses zu verhindern, nicht geklappt habe, weil der Grundstückseigentümer vors Verwaltungsgericht gezogen ist und er Recht bekam. Die Stadt wolle nun aber eine Werbesatzung beschließen, um dieses Thema in Zukunft sehr restriktiv handhaben zu können.

Auch für Dorfarchivar Berthold Rathgeb hatte Baumann gute Nachrichten. Dessen Heimatbuch werde derzeit optimiert und mit einer ansprechenden Bebilderung versehen. Dann könne es in den Druck gehen, wofür auch schon Mittel eingeplant seien. Die Festsetzung der Bauplatzpreise fürs Neubaugebiet stellte Baumann für Herbst in Aussicht.

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