So sollen Mieter am Stoffelberg Nebenkosten sparen können

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Die neue Solaranlage aus der Vogelperspektive.
Die neue Solaranlage aus der Vogelperspektive. (Foto: GWO)
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Energie vom Dach direkt in die Mieterwohnungen: Dieses Vorhaben hat die Genossenschaft für Wohnungsbau Oberland (GWO) im Rahmen einer Sanierung und Modernisierung der Gebäude Stoffelbergstraße 1, 3 und 5 zusammen mit der Firma Walter Konzept Energie umgesetzt. „Zwei Drittel der 24 energetisch sanierten Wohnungen nutzen nun die Möglichkeit, an der lokalen Energiewende teilzuhaben“, erklärt GWO-Vorstandsvorsitzender Jörg Schenkluhn vor Ort beim Startschuss am Freitagmorgen.

GWO-Pilotprojekt

Eine neue Photovoltaikanlage (PV) soll den Mietern in Verbindung mit einer Wärmepumpe, die auf dem Hof steht, günstigere Nebenkosten bescheren. In einem der Keller der 1972 erbauten Gebäude standen bisher drei große Heizöltanks mit einem Fassungsvermögen von 60 000 Litern. Sie wurden ersetzt durch einen modernen Batteriespeicher, der die über den Tag gewonnene Solarenergie zwischenspeichert. „Es ist heutzutage zudem sinnvoll, elektrische und thermische Energie nicht mehr getrennt voneinander zu behandeln“, sagt Wolfgang Walter, der sich mit seinem Ellwanger Unternehmen auf energetische Gebäudesanierung, effiziente Heizwärmetechnik und Photovoltaik spezialisiert hat. Zusammen mit seinem Sohn Wolfgang Walter jun. hat er für die drei Wohnblöcke ein Gesamtenergiekonzept ausgearbeitet. Die neue freistehende Wärmepumpe an der Seite des Gebäudes bezieht demnach einen Teil des benötigten Stroms direkt von der PV-Anlage und wandelt diesen in Heizwärme und Energie für Trinkwarmwasser um. Die Kosten für diesen Teil der Neuerungen in und am Gebäude belaufen sich auf 160 000 Euro; insgesamt investiert die GWO 1,2 Millionen Euro in den Komplex.

30 Prozent unter Durchschnitt

„Dezentrale Stromerzeugung in der Wohnungswirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende“, sagt Schenkluhn über das Pilotprojekt der GWO. Walter lobt: „Der Bauherr hat Mut gezeigt, auf diese Art wegzukommen von fossilen Brennstoffen.“ Wie die GWO mitteilt, profitieren die Mieter so von Stromkosten, die 30 Prozent unter dem Durchschnitt liegen. Auch der Umwelt tue man mit einer Einsparung von 500 Tonnen CO2 über die prognostizierte Nutzungsdauer von 25 Jahren Gutes. „Das Gebäude erreicht mit einer KfW85-Klassifizierung ein recht hohes Niveau“, ergänzt GWO-Vorsitzender Frank Zimmermann.

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