Sicherheitstraining in Ehingen boomt

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Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung der Ehinger Verkehrswacht.
Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung der Ehinger Verkehrswacht. (Foto: SZ- kö)

Durchweg positive Ergebnisse aus dem Jahr 2018 hat die Verkehrswacht Ehingen ihren Mitgliedern bei der Jahresversammlung präsentiert. 1660 Teilnehmer gab es in 162 Kursen beim Sicherheitstraining, berichtete der Vorsitzende Karl-Josef Enz.

353 Fahranfänger aus dem Alb-Donau-Kreis und 25 aus Ulm haben ihre Fahrpraxis beim Sicherheitstraining vertieft. 20 Schulen haben mit ihren Schülern am Fahrsimulator geprobt, und mit der Alkoholbrille gearbeitet. 231 Motorradfahrer haben in 25 Kursen ihre Sicherheit auf dem Bike verbessert, berichte Enz weiter. Lediglich das Sicherheitstraining für Senioren ist noch nicht wie gewünscht angelaufen. Nur zwölf Teilnehmer gab es 2018, obwohl es wie bei den Fahranfängern auch hier vom Kreis einen Zuschuss gibt. „Völlig zu Unrecht befürchten die Senioren, dass ihr Fahrverhalten in den einzelnen Bereichen in irgendeiner Weise bewertet wird und das auf ihren Führerschein Einfluss haben könnte, das ist nicht der Fall, aber jeder kann dabei etwas lernen“, betonte Enz.

In der Jugendverkehrsschule haben an 25 Tagen die Viertklässler der Ehinger Schulen Sicherheit auf dem Fahrrad trainiert und sind geprüft worden. Die Erstklässler haben wie jedes Jahr ihr Verkehrsmalbuch bekommen.

Leider hat es in Ehingen keine neuen Schulbusbegleiter gegeben, in Laichingen aber 32. Die Gewährleistung für die Anlage an der Wolfsgurgel ist 2018 abgelaufen, vorher ist nochmals alles überprüft und sämtliche Mängel sind behoben worden, sagte Enz. Im nächsten Monat wird auf der Gleitfläche neue Farbe aufgetragen und die Photovoltaikanlage installiert. Der zweite Vorsitzende Herbert Herold kündigte an: „Ich schimpfe dieses Jahr nicht, wir konnten entscheidend Strom einsparen, indem wir die Pumpen bei Trainingspausen konsequent ausgeschaltet haben und Heizung- und haben so Stromkosten insgesamt gespart.“ Das eingesparte Geld soll in die Photovoltaikanlage investiert werden. 2019 wird es keinen freien Tag auf der Anlage geben, der Geschäftsführerin Maria Subke ist es gelungen, für alle Tage Kurse anzubieten. „Sehr rege und erfolgreich gearbeitet“, bescheinigte Max Weber dem Vorstand bei der Entlastung.

Für ihre Treue zur Verkehrswacht geehrt wurden für zehn Jahre Heike Enz, für 30 Jahre, Erwin Ender, Karl-Josef Enz, Helga Klumpp, Oliver Klumpp und Heinz Wiese. Stefan Bär von der Dekra hatte in seinem Vortrag über Unfälle mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen berichtet. Vor allem beim Überholen passiert es Auto- und Motorradfahrern immer wieder, dass vor ihnen ein Traktor auf einen Feldweg nach links abbiegt, die Folgen sind meist dramatisch. Ältere landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Anhänger blockieren oft für längere Zeit die Fahrbahn, ein Einzelfahrzeug kann es bis auf zwölf Meter bringen, sagte Bär. Er warnte auch vor der Breite und der Masse der Fahrzeuge sowie ihren Geräten. Die Lösung für Landwirte muss sein, die Ladung zu sichern, Konturen ihrer Fahrzeuge zu markieren, ein Kamerasystem anzubringen und wenn möglich vom anderen Verkehr getrennte Fahrbahnen zu benutzen.

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