Schwimmkurs des Freundeskreis Migranten

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Fast alle Kinder haben beim Schwimmkurs den Seeräuber und das Seepferdchen gemacht.
Fast alle Kinder haben beim Schwimmkurs den Seeräuber und das Seepferdchen gemacht. (Foto: freundeskreis)
Schwäbische Zeitung

Ein Schwimmkurs für Flüchtlings- und Migrantenkinder in Ehingen gilt als Beispiel für eine gelungene Kooperation des Freundeskreis Migranten mit Schulen und dem städtischen Freibad.

Schwimmen ist eine Kulturtechnik wie Lesen und Schreiben – aber immer mehr Menschen können nicht schwimmen. Auch in diesem Jahr machte die DLRG wieder auf die Folgen aufmerksam: Kinder, die nicht schwimmen können, sind beim Aufenthalt in Freibädern und am offenen Wasser gefährdet. Außerdem verschlechtert sich ihre Schulnote in Sport.

In den oberen Klassen ist im regulären Sportunterricht kein Raum mehr für Einzelbetreuung zum Schimmen lernen, wie der Freundeskreis Migranten mitteilt. Um diesem Missstand abzuhelfen, der häufig bei Flüchtlingskinder bemerkbar ist, wurden in diesem Sommer in Ehingen zwei Schwimmkurse organisiert. Der Ehinger Freundeskreis für Migranten hatte sich an die Schulen gewandt, die breits seit Jahren mit dem Verein eine Kooperation in der Schülerförderung und Hausaufgabenbetreuung haben, um betroffene Kinder persönlich zu diesen Schwimmkursen einladen zu können. Ein Vorstandsmitglied des Vereins sprach daraufhin die Eltern an und lud die Kinder zum kostenlosen Schwimmkurs ein, wobei auf eine Anwesenheit der Eltern beim Kurs Wert gelegt wurde.

Der Bademeister des Freibads zeigte sich beeindruckt sowohl vom Eifer der Kinder, die fleißig übten und deshalb innerhalb weniger Tage tatsächlich schwimmen konnten, als auch von der Ernsthaftigkeit und dem Interesse der Eltern. Ermöglicht wurden die Schwimmkurse durch eine Spende des Zonta-Clubs Oberschwaben, einer Vereinigung von Frauen.

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