Schwester Teresa Zukic geht auf Lebensberatungstour

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Teresa Zukic singt mit den Stimmen der Berge.
Teresa Zukic singt mit den Stimmen der Berge. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Unbekannt ist Teresa Zukic nicht in der Region. Man erinnert sich an ihre Auftritte in Dellmensingen, Dächingen und andernorts. Neu ist auch nicht, was sie am Sonntag im kleinen Saal der Lindenhalle vor 160 Zuhörern verkündete. „Lebe, lache, liebe und singe!“ lautete der Trost, den sie ihrem Publikum schnell und mit vielen Worten zusprach.

Mit dabei die „Boygroup“ der Volkgsmusik

Wie immer eröffnete die Frau im Ordensgewand einer katholischen Schwester ihren Vortrag mit ihrer Biographie von der atheistischen Schwebebalkenmeisterin über Bekehrung, Taufe und Kirchengemeindedienst bis zur erfolgreichen Vermarktung von christlicher Lebensberatung. Zusammen mit Gemeindereferentin Claudia Fischer und dem pensionierten Pfarrer Franz Reus bildet sie die 1994 gegründete „Kleine Kommunität der Geschwister Jesu". Diese orientiert sich bevorzugt am gottesdienstlichen Leben der Pfarrei und dem gemeinsamen Lobpreis in der Kommunität. 1992 hatte Schwester Teresa Zukic ihren ersten Fernsehauftritt bei Schreinemakers Live, erhielt 2004 den Kulturpreis für Musik und Gegenwartsliteratur vom Kreistag Bayreuth und 2013 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Rund 180 Vorträge bewältigt Teresa Zukic nach eigener Angabe pro Jahr. Zusammen mit den „Stimmen der Berge“, einer vor fünf Jahren entstandenen „Boygroup“ der Volksmusik aus ehemaligen Regensburger Domspatzen, geht Schwester Teresa im Jahre 2020 auf große Deutschland-Tournee. Als Stimmen der Berge haben sich die Tenöre Benjamin Grund, Stephan Schlögl und Thomas A. Gruber sowie der Bass Simon Käsbauer und der Bariton Daniel Hinterberger einen Namen gemacht. In der ARD-TV-Sendung „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross waren sie schon zu sehen und brachten 2016 ein Album mit dem Titel „Im Namen des Vaters“ heraus.

Gemeinsames Album erschienen

„Ihr seht alle so gut aus“, eröffnete Teresa Zukic die Performance, als sie im voll besetzten kleinen Saal der Lindenhalle vor das Publikum trat. Ihr folgten die fünf Sänger auf dem Fuß. Kurz vor Pfingsten bekam sie vergangenes Jahr einen Anruf vom Manager der „Stimmen der Berge“, mit der Anfrage, ob sie sich nicht vorstellen könnte, aus ihren Texten und Buchtiteln, Lieder zu schreiben und gemeinsam mit dem Vokalquintett eine CD herauszubringen. Das war die Geburtsstunde für die künftigen musikalischen Unternehmungen und eine inzwischen freundschaftliche Verbindung. Mit dem ersten gemeinsamen Album möchten die sechs Akteure auch bei gemeinsamen Auftritten unter Beweis stellen, dass Kirchenmusik modern sein kann, lebt und auch noch in die heutige Zeit passt.

Die aus der Zusammenarbeit entstandene CD ,,Lebe, lache, liebe…. Dich frei"enthält neue Musiktitel für das gesamte Kirchenjahr und ist eine Ermutigung für die Menschen. Deren Sorgen zu beschwichtigen ist eines der Anliegen der von Margarethe Schreinemakers vor 28 Jahren als „skateboardfahrende Nonne" vorgestellten Schwester. Sich zu sorgen, sei normal sagt sie. Schlimm sei nur, wenn die Sorgen davon betroffene Menschen lahm legen. Gedankenhygiene empfiehlt sie als Gegenmittel und hat auch sonst wie immer jede Menge weiterer Ratschläge parat. „Hosanna! Hosanna! Unter meinen Flügeln wirrst du ganz zu Hause sein“, singen die „Stimmen der Berge“ zur Einladung eines Engels dazu, und das Publikum singt die über der Bühne eingeblendeten Texte mit. Der Lebenstrost kommt an.

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