Schulamt und berufliche Schulen treten Arbeitsbündnis Jugend und Beruf bei

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Gemeinsam wollen sich die Kooperationspartner für junge, hilfsbedürftige Menschen einsetzen.
Gemeinsam wollen sich die Kooperationspartner für junge, hilfsbedürftige Menschen einsetzen. (Foto: LRA)
Schwäbische Zeitung

Um junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf bestmöglich und aus einer Hand zu unterstützen, haben sich das Staatliche Schulamt Biberach sowie die beruflichen Schulen des Alb-Donau-Kreises dem „Arbeitsbündnis Jugend und Beruf Alb-Donau-Kreis“ angeschlossen, teilt das Landratsamt mit.

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung gewinnt das bislang aus Agentur für Arbeit Ulm, Jobcenter Alb-Donau und Landratsamt Alb-Donau-Kreis bestehende Arbeitsbündnis wesentliche Partner hinzu. Ziel der Vereinbarung sei es, insbesondere Maßnahmen, Hilfsangebote und Arbeitsabläufe effektiv auf- und untereinander abzustimmen. Dabei ist die Zielgruppe klar definiert: förderungsbedürftige junge Menschen unter 25 Jahren, unerheblich, ob ausbildungssuchend, arbeitssuchend oder arbeitslos. Landratsamt und Agentur für Arbeit übernehmen im jährlichen Wechsel den Vorsitz sowie die Koordination der Arbeitsgruppen im Bündnis – beginnend mit der Agentur für Arbeit.

Mit dieser Vereinbarung sollen Betreuungslücken und Doppelstrukturen vermieden werden. Hierzu setzen wir auf eine konsequente Zusammenarbeit und enge Verzahnung der Partner sowie auf klare und nachvollziehbare Strukturen für die Betroffenen und die Öffentlichkeit“, sagt Landrat Heiner Scheffold. Ziel sei, dass kein Jugendlicher in der Region auf der Strecke bleibt. „Wir brauchen euch, wir kümmern uns, wir bündeln Kompetenzen und stehen zu unserer Verantwortung“, erläutert Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm, das Signal, das von dem Zusammenschluss ausgehen soll. Doch um das zu erreichen, sei eine enge Kooperation aller Beteiligten notwendig, ist sich Achim Schwarz, kommissarischer Leiter des Staatlichen Schulamts Biberach, sicher. Das Arbeitsbündnis erleichtere es den Schulen, auch für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf einen begleiteten Weg in die Arbeitswelt mitzugestalten.

Oft hätten Jugendliche mehrere Baustellen gleichzeitig, ergänzt Jochen Münz, geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen im Landkreis. Durch die bessere Vernetzung der unterschiedlichen Institutionen könnten die Probleme von Jugendlichen ganzheitlich angesprochen werden. Agentur für Arbeit, Jobcenter sowie das Landratsamt als Träger der Jugendhilfe sind in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichen gesetzlichen Zielen für die Beratung und Integration junger Menschen in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit verantwortlich.

Jeder Träger zeichnet sich in der Praxis durch ein differenziertes Hilfe- und Dienstleistungsangebot aus. Für viele junge Menschen, darunter auch viele Schüler, die die Unterstützung dieser Sozialleistungsträger in Anspruch nehmen oder benötigen, ist der Zugang zu deren Leistungsangeboten nicht immer transparent.

Mit dem Einstieg der weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I, vertreten durch das Staatliche Schulamt Biberach, sowie der beruflichen Schulen des Alb-Donau-Kreises gewinnt das Arbeitsbündnis einen essentiellen Baustein hinzu.

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