Schnelles Internet kommt bis Mitte 2020

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 Ortsvorsteher Alfred Schrode (links) im Gespräch.
Ortsvorsteher Alfred Schrode (links) im Gespräch. (Foto: SZ- kö)

Schnelles Internet in Kirchen, Mühlen, Deppenhausen, Stetten und Schlechtenfeld soll bis Mitte 2020 überall verfügbar sein, haben die rund 50 Bürger bei einer Informationsveranstaltung von Experten erfahren.

Die einzelnen Schritte gehen vom Leerrohr, das die Tiefbaufirma legt, über den Einzug des Glasfaserkabels und das Montieren der Glasfaseranschlussbox durch die Kommune und Komm.Pakt.Net zum Vertragsabschluss mit NetCom BW. Danach wird ein Konverter geliefert, der nach seiner Installation durch einen Techniker das Lichtsignal der Glasfaser in ein elektrisches Signal umwandelt. Der Konverter muss ebenso wie das Modem mit Strom versorgt werden. Die Verbindung zwischen Konverter und Modem erfolgt durch ein Netzwerkkabel. So zeigte es Ortsvorsteher Alfred Schrode einem Besucher an einem Modell.

Wolfgang Koller vom Landratsamt erklärte: „Es ist unser Ziel, jedes Gebäude im Kreis mit schnellem Internet zu versorgen. Die Fachkompetenz dazu muss man bündeln“, so Koller.

Projektleiter Daniel Müller von GeoData sagte: „Schnelles Internet ist ein Standortfaktor“ und erklärte, wo ein Glasfaserkabel bis ins Haus FTTB (Fibre to the Building) wie in Schlechtenfeld und Stetten und wo FTTC (Fibre to the Cabinet) und wo beides möglich ist wie in Mühlen, Deppenhausen. Den Zeitplan stellte er mit Baubeginn im März 2019 und dem Ende Dezember 2019, mit Kabeleinzug und Spleißen im Frühjahr und Inbetriebnahme sechs Monate nach der Abnahme vor. Immer wieder gingen Müller und Jürgen Schneider von der Stadt Ehingen auf die sehr speziellen Fragen einzelner Bürger ein. Es gab Klagen wegen mangelhafter Transparenz, Ortsvorsteher Schrode gab zu, es habe Kinderkrankheiten gegeben, aber darum mache man ja die Infoveranstaltung.

Jürgen Prestel von NetCom BW sagte: „Eine Unmenge von Daten kann in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Wenn andere an ihre Grenzen stoßen, hat sich Glasfaser gerade mal warmgelaufen“. Die NetCom BW, eine Tochter der EnBW, hat in fünf Jahren 48 200 Kunden gewinnen können und mit 12 200 Kilometern eines der größten Backbone- Netze im Land.

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